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Das Dorf Algares liegt im Tal des Baches Simantorta. Am oberen Ende des Ortes befindet sich die Kapelle, die der Senhora da Conceição und São Paulo gewidmet ist. Das Gemeinschaftshaus, das Festareal und das örtliche Waschhaus befinden sich alle oberhalb des Dorfes. Die Strasse führt auf ihrem Weg abwärts zu den Häusern unter riesigen, knorrigen Korkeichen vorbei. Es gibt zahlreiche solcher Korkeichen im Dorf und sie gehören ziemlich sicher zu den ältesten und grössten der Region Góis. Auf Grund der geschützten Lage von Algares wachsen zahlreiche Zitronenbäume auf den Terrassenfeldern um das Dorf. Die älteren Häuser wurden mit örtlichen Steinen erbaut aber es gibt auch viele neuere Häuser im Dorf.
Früher fand das jährliche Fest jeweils am Karnevalstag statt. Ein Anlass zu dem jedermann sich verkleidete und alle viel Spass hatten. Vor ungefähr 60 Jahren, wie uns Sr. Manuel Rosa erzählte, kam es manchmal vor, dass sein Grossvater eine hölzerne Masseinheit nahm, welche damals zur Maisabwiegung diente, und stellte diese auf drei hölzerne Füsse, so dass es aussah wie wenn er eine alte Fotokamera auf einem Stativ hätte. Sein Enkel, besagter Sr. Manuel Rosa, sass währenddessen auf einem Schemel neben ihm. Die Leute aus dem Dorf stellten sich vor der 'Kamera' auf und posierten für das Bild, während der Junge zeichnete. Grossvater drückte den Auslöser, indem er mit einem Stein an die Seite der hölzernen Masseinheit klopfte und sein Enkel händigte den Dorfbewohnern, die für das Bild posiert hatten, ihre 'Fotos' aus. Diese 'Fotos' waren stets Abbilder von Katzen, Hunden und Eseln, was jeweils für viel Gelächter und Unterhaltung sorgte. Jeder liebte diese Art von Scherzen.
Als Sr. Manuel ein junger Mann war, begab er sich einst zur Mühle um den Mais zu mahlen. Ein Mädchen aus dem Dorf kam mit der gleichen Absicht und zur selben Zeit in der Mühle an. Die anderen Einwohner des Dorfes, welche die beiden beobachteten, begannen mit Steinen auf das Dach der Mühle zu werfen, um sich zu versichern und zu verhindern, dass keine Küsse ausgetauscht wurden. Damals hatte ein Mädchen, dass schon einmal von einem Mann geküsst wurde, wenig Chancen mehr auf dem Heiratsmarkt.
Das jährliche Fest von Algares ist ungewöhnlich, denn es beginnt Samstags um 3 Uhr morgens und bis ungefähr 6 Uhr morgens ziehen alle Ortsbewohner von Haus zu Haus um zu Essen, zu Trinken und, begleitet von Akkordeons, zu Singen. Ebenfalls wird darauf geachtet wer den am reichsten gedeckten Tisch anbietet. Schliesslich enden alle in der 'Casa do Convivio' um Kakao zu trinken. Am nächsten Tag, Sonntags, essen alle gemeinsam zu Mittag und es wird eine Kartenspielmeisterschaft abgehalten, bei welcher der Sieger einen Pokal gewinnt.
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