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Im südlichen Extrem der Region liegt das grosse Dorf Alvares, 28 Km von Góis entfernt an der N2 (Nationalstrasse 2). Alvares wurde von König Manuel I. zum Städtchen erklärt und war bis 1855 unabhängig. Erst von diesem Zeitpunkt an wurde es zu einer der fünf Freguesias des Amtsbezirkes Góis. Am Fusse eines Hügels in einem bewaldeten Tal gelegen und vom Fluss Sinhel umflossen, erschliesst sich das Dorf mit seinen weissgestrichenen Häusern, welche in der Sonne unter roten Ziegeldächern leuchten. Die Gärten sind gepflegt und das ganze Dorf vermittelt uns ein Gefühl von Lebendigkeit.
An einem goldenen Oktobertag hängt ein Aroma von fermentierenden Trauben in der Luft und die grossen, umfangreichen Pappeln unten am Fluss lassen ihre Blätter fallen. Es herrscht eine abgeklärte und entspannte Atmosphäre. Die Einwohner gehen seelenruhig ihrer täglichen Arbeit nach oder nehmen sich die Zeit etwas auf der alten Säumerbrücke, die den Fluss überquert, zu verweilen.
Jeder, den wir an diesem Tag angetroffen haben, war freundlich und hilfsbereit zu uns, zwei offensichtlichen Touristen, im speziellen der Besitzer des Cafés am Flussufer, wo wir für Kaffee und Kuchen einen kleinen Halt einlegten. Den Kuchen hat dieser extra für uns im angrenzenden Laden geholt. Es gibt im Dorf mindestens noch zwei Cafés, eine Poststelle, einen Internetraum und einen Geldautomaten (Multibanco). Jeden zweiten Sonntag des Monats findet in Alvares der Markt statt.
Beim Posto de Medicamentos, einer Zweitfiliale der Apotheke von Góis, befindet sich das Museum Casa do Ferreiro, und obwohl wir nicht hinein gingen, können wir Ihnen versichern, dass der Schlüssel für jedermann, der das Museum besichtigen möchte, in der Junta zur Verfügung steht.
Ebenso gibt es im Dorf eine Feuerwehrstation, ein grosses Heim und eine Tagesstätte für ältere Leute, dem São Mateus gewidmet, dem heiligen Schutzpatron des Ortes. São Mateus erscheint auf jedem Schild der Dorfbrunnen mit verschiedenen segnenden Versen. Dem Wasser dieser Brunnen werden heilende Kräfte nachgesagt.
Die Kirche wurde ursprünglich 1616 erbaut und wurde 1804 wieder aufgebaut. Sie befindet sich eine kleine Strecke hügelaufwärts und wurde vor kurzem renoviert und mit neuen Fenstern und einer Kirchturmspitze versehen. Am oberen Ende des Dorfes liegt die Grundschule, eine der wenigen noch offenen und funktionierenden Schulen in der Region von Góis.
Ein kurzer Spaziergang talaufwärts zum Dorfrand offenbart uns eine alte Wollfabrik aus dem 19. Jahrhundert, welche immer noch ihre roten Ziegelsteinkamine zur Schau stellt und am Hang stehen mehrere alte Gebäude aus Schieferstein.
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