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Es gibt eine äusserst seltsame Geschichte über die Entstehung des Dorfes: Es wird erzählt, dass einst einem Mann sein Esel floh und dieser ihn an dem Ort des heutigen Coelhosa erreichte und einfing. Er war so froh darüber ihn wiedergefunden zu haben, dass er das Dorf gründete.
Früher schöpften die Einwohner Wasser von den Bächen, die in den engen Tälern flossen und den Wasserlöchern im Ort. Nach der Pflanzung von Eukalyptusbäumen Mitte des 20-ten Jahrhunderts ging sowohl das fliessende als auch das Grundwasser zurück und die Abgeschiedenheit von Coelhosa erlaubte keine Rohrleitungssysteme zur Wasserbeförderung. Heute gibt es ausreichend Wasser um die aktuelle Bevölkerung zu versorgen, aber Sr.ª Fernanda, mit welcher wir uns unterhielten, glaubt, dass der Wasservorrat nicht länger den Anforderungen der Dorfbevölkerung von vor 40 Jahren gerecht würde. (Wir sprechen hier vom Wasser zur Bewässerung, selbstverständlich sind die Häuser heute an das allgemeine Wasserversorgungsnetz angeschlossen). Das Leben war hart damals, erzählte sie uns, aber die Gemeinschaft war sehr stark verbunden und immer wurde gelacht und gescherzt. Die älteren Leute fühlten sich niemals einsam, stets war jemand von der Familie oder aus der Nachbarschaft mit ihnen oder schaute nach ihnen. Die Leute verliessen das Haus frühmorgens um Feuerholz zu sammeln, so dass der Backofen angeheizt werden konnte und zum Mittagessen die frischgebackene 'Broa‘ (Maisbrot) auf dem Tische stand. Viele Male standen sie im Dunkeln noch vor der Morgendämmerung auf um in den Hügeln nach Feuerholz und Heidekraut zu suchen. Das Heidekraut diente als Unterlage in den Ställen, vergleichbar mit unserem Stroh. Die Leute lebten von der Landwirtschaft und mit der Beforstung der Region begannen sie auch Harz zu sammeln und Holzkohle herzustellen. Als sie jung waren konnten sie es jeweils nicht abwarten bis es Sonntag war. An den Sonntagen pflegten sie sich in den jeweiligen Häusern zu treffen und hielten Tanzfeste im Lichte der Petrollampen ab. Im Ort gab es einen jungen Mann der Akkordeon spielte und ein anderer beherrschte das Flötenspiel. Manchmal waren sie während des ganzen Tages von den frühen Morgenstunden an draussen in den Hügeln um Heidekraut zu schneiden, aber als es Abends Zeit wurde zum Tanz zu gehen waren die müden Beine und die schmerzenden Füsse vergessen. Diese Tanzabende waren das Wichtigste und Schönste in ihren harten Leben. Am Karneval kleideten sich die Männer in Frauenkleidern und die Frauen in Männerkleidern, da das Dorf aber klein war und die Leute arm, war es schwierig sich zu verkleiden, da Jedermann die Kleider des Anderen kannte. Dies war der wichtigste Tag im Jahr und jeder versuchte zu diesem Anlass das beste und reichste Mahl auf den Tisch zu zaubern und die Leute versammelten sich und spielten Karten und machten sich eine gute Zeit zusammen.
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| Updated 13 August, 2008 | ||||||||||||