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Ganz oben auf dem Hügel weist ein altes, zementenes Schild die schmale sich hangabwärts windende Teerstrasse hinunter den Weg nach Simantorta. Das Dorf liegt auf der Südseite des Baches Simantorta. Eine Ansammlung von alten Xisto Häusern, einige datieren bis ins 18-te Jahrhundert zurück, wie man aus Inschriften in den steinernen Tür- oder Fensteroberbalken erkennen kann, formen das alte von neueren Häusern umgebene Dorfzentrum. Viele der älteren Häuser haben Verandas. Einige sehr enge Gassen verjüngen sich auf eine Breite von nur 1 m und viele kleine Gärten und Terrassen befinden sich zwischen den Häusern. Die kleine Kapelle ist der Nossa Senhora da Piedade gewidmet. Der alte Altar mit Malereien aus dem 18-ten Jahrhundert ist leider verloren gegangen: Unten auf dem kleinen Platz im Dorfkern jedoch ist ein kleiner Schrein mit bemaltem, nun verblasstem Hintergrund, der uns einen kleinen Blick auf die Religiöse Kunst aus der Zeit des Altars werfen lässt.
Unterhalb des Dorfes befanden sich einst fünf Mühlen, wovon nur noch eine übrig geblieben ist und selbst diese nicht mehr benutzt wird.
Eine alte, aus dem Jahre 1781 stammende Olivenpresse wurde in ein Landtourismushaus umfunktioniert, welches 6 Zimmer anbietet. Die Besitzerin kocht mit Liebe für ihre Gaste regionale Küche mit Produkten aus eigenem Anbau und Fleisch aus eigener Aufzucht.
Neben der Landwirtschaft arbeiteten die Einwohner des Dorfes während des Booms der Mineralienförderung auch in den Minen von Roda Cimeira. Sie pflegten nur am Wochenende nach Hause zu kommen und viele starben jung auf Grund des Staubes. Einige machten sich sogar auf bis nach Cabreira und arbeiteten dort in den Minen oder wuschen Gold in diesigem Fluss Ceira. Andere verliessen das Dorf und gingen nach Lissabon auf die Suche nach einer Arbeit und einem besseren Leben und manchmal wurden die Frauen und Kinder im Dorf zurückgelassen und diese warteten dann auf den Besuch der Ehemänner, beziehungsweise Väter, einmal im Jahr oder sogar noch seltener. Die örtlichen Bewohner sammelten auch Pinienharz, welches sie in die Fabrik nach Chã de Alvares verkauften, wo Terpentin hergestellt wurde und sammelten Holz um zu Kohle zu verarbeiten.
Gelegentlich kam es deshalb zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn und diese Fälle gingen bis vor Gericht nach Arganil oder Alvares um dort geschlichtet zu werden. Um zu verhindern, dass solche Unstimmigkeiten sich weiterhin ereigneten, wurde der Verein „Comissão Zeladora pelos Interesses de Simantorta“ gegründet, welcher schliesslich 1950 zur Komission der Verbesserungen wurde „Comissão de Melhoramentos“. Die Komission hat viele Entwicklungen und Verbesserungen im Dorf beaufsichtigt, einschliesslich der Freilegung einer neuen Wasserzufuhr in Vale das Figueiras um eine ausreicherende Wasserversorgung für das Dorf zu gewährleisten und vor kurzem wurde der Bau des Gemeinschaftshaus "Casa de Convívio" realisiert.
Es gibt zwei Geschichten betreffend des Ursprungs des Dorfnamens:
Die erste besagt, dass einst ein junger Mann in heiratsfähigem Alter und ebensolchen Absichten von ausserhalb ins Dorf kam um um die Hand eines schönen jungen Dorfmädchens anzuhalten. Sie jedoch wies ihn ab, und als sie sah, wie er das Dorf verlassen wollte, bereute sie ihre Entscheidung und rief ihn zuruck. Er jedoch antwortete ihr:“ Agora Simantorta!“ ( ein örtlicher Dialektausdruck der soviel besagt wie:“ Nun ist es zu spat, wärst du nur nicht so brüsk zu mir gewesen!“) und der junge Mann ging von dannen und wurde nie wieder im Dorf gesehen.
Die zweite Geschichte erzählt, dass die Dörfer in der Umgebung, die wegen ihres fruchtbaren Bodens für Kastanienbaumplantagen gegründet wurden, in der Vergangenheit einen Zehntel ihres Ertrages an das Kloster von Folques abgeben mussten. Der erste Einwohner, der sich in der Region von Simantorta niederlies, hiess Simão und seine Frau war bekannt unter dem Namen 'die Krumme' (Torta). Da dem Kloster die Orte unter dem Namen ihrer Pacht zahlenden Bewohner bekannt waren, wurde dieser Ort Simão-Torta genannt, was später zu Simantorta wurde.
Die Gemeinschaft von Simantorta hat eine Website entwickelt, die mehr Informationen und Aktivitäten ihres geliebten Heimatortes aufzeigt.
www.simantorta.no.sapo.pt
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