The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Açôr  
 

Gois

Açôr  
      
 

Açôr

Açor liegt hoch oben an der Seite des Baches Ribeira de Ádela (der Name des Dorfes bedeutet 'Habicht'). An einem klaren Tag wird behauptet, könne man den Gipfel der Serra de Estrela sehen. Das Dorf besteht grösstenteils aus einer einzigen Reihe von Häusern der alten Strasse entlang, die nach Ádela führt. Die neue Strasse befindet sich oberhalb der Ortschaft. Unter dem Dorf liegen die Terrassenfelder. Eine grosse Anzahl an Orangen- Kirsch- und Olivenbäumen wachsen und gedeihen in der Nähe des Dorfes und eine Levada (Wasserkanal) geht mitten durch das Dorf um die Bewässerung der Felder zu ermöglichen. Entlang der Seite der Levada steht eine robuste Mauer, gebaut um zu verhindern, dass bei allzu heftigen Regengüssen Flutwasser, aus den sich hinter dem Dorf befindenden Hügeln, die Terrassen wegspülen. Diese Mauer sorgt auch für einen Pfad der hinunter zu der Quelle führt, wo einst die Dorfbewohner ihr Wasser zu schöpfen pflegten. Entlang des Pfades befinden sich in den Fels gehauene Stufen.
An manchen Gebäuden des Ortes sind vertikale Linien in die Xisto Steine auf beiden Seiten der Türen und Fenster geschnitten worden. Dies war eine Form die Güter und Waren zu zählen und zu verwalten – jedesmal wenn eine Ware hinein- oder herausgebracht wurde, ritzte man einen Strich in den Stein –dies ist nur eines von vielen Beispielen, die man in den abgelegeneren Bergdörfern finden kann.

Açôr Açôr Açôr

Das Dorf besitzt eine kleine Kapelle, die der Nossa Senhora da Saúde gewidmet ist, die 1924 erbaut und 1936 geweiht wurde. Der Schrein, vor kurzem restauriert, zeigt den Erzengel Michael.
Der 'Lagar' (Olivenpresse) lag zwischen Ádela und Açor am Hügel zwischen dem Barroco do Porto dos Baqueiros und dem Val do Meios, an der Seite der Strasse, welche früher die beiden Dörfer verband und auch heute noch zu Fuss begehbar ist. Der Lagar wurde 1902 hier erbaut da es, wie erzählt wird, dort eine enorme Korkeiche gegeben haben soll, welche sich perfekt zum Bau des Pressbalkens eignete und viel zu schwer war, um irgendwo anders hin transportiert zu werden. Die Presse gehörte den Familien von Ádela, diente jedoch beiden Dörfern. Aus funktionellen Gründen folgte auf den Bau des Lagars die Errichtung der 'Tulhas'; Kleine Häuser mit Xisto Mauern und mit Schieferplatten gedeckten Dächern – eines für jede Familie – wo sie ihre Oliven, mit Salz haltbar gemacht, lagerten, bis diese gepresst wurden. Allesamt zerfallen erinnern sie uns heute an ein Geisterdorf!
Die vorherrschende wirtschaftliche Aktivität im Dorf war traditionellerweise der Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft und die Ziegen- und Schafherden. Entlang der Strassen kann man immer noch die Terrassen und Felder sehen, manche kaum mehr zu erkennen im Unterholz. In der Nähe der Felder sind Ställe, einige stehen immer noch, andere sind eingefallen. Diese dienten grösstenteils als Unterkunft für die Tiere, die auf den weiter ausserhalb gelegenen Feldern das Unkraut frassen und mit ihrem Kot den für die Felder nötigen Dünger lieferten. Sie wurden auch gebraucht um Geräte unterzubringen und oft fand man in ihnen alte Leitern zum Pflücken der Oliven.
Im Ort befinden sich Wasserauffangbecken und Kanäle, welche die Felder in der Nähe des Dorfes bewässern, während man unterhalb, am Bach Ribeira de Ádela, Reste von Bewässerungskanälen 'Levadas' finden kann, von denen gesagt wird, sie sollen aus der Zeit der Mauren stammen.
Ebenfalls gibt es im Dorf Bienen und Bienenstöcke, die einen hervorragenden Honig, grösstenteils aus verschiedenen Arten von Heidekraut, herstellen. Zeichen vergangener Tage sind auch die aus Ton hergestellten Harzauffanggefässe, die daraus schliessen lassen, dass die Menschen hier sich auch dieser Tätigkeit widmeten. Aus den Früchten der vielen Erdbeerbäume (arbutus) wurde und wird nach wie vor ein exzellenter Branntwein hergestellt.

Açôr
 
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In der Vergangenheit muss wohl ein reges Kommen und Gehen geherrscht haben, mit dem Pflanzen und Ernten der landwirtschaftlichen Produkte, der Mais wurde in die Mühle nach Colmeal gebracht, dort gemahlen und das Mehl zurück ins Dorf getragen, Einrichtungsgegenstände und alle anderen möglichen Materialein wurden ins Dorf transportiert – alltägliche Gebrauchsgegenstände eben. Sonntags begaben sich die Einwohner zur Messe nach Colmeal und versteckten ihre Arbeitsholzschuhe in einem Brombeerdickicht oder hinter einem Baumstrunk in Porto Ribeiro, wo sie ihre besten Schuhe anzogen, die sie in einem Sack mitgebracht hatten, und sich herausgeputzt auf den Weg zur Kirche machten.
Die Buchautorin Lisete de Matos, der wir den grössten Teil der Information über Ádela und Açor verdanken, gibt einen wunderbaren kleinen Einblick in den örtlichen Aberglauben, aufgezeichnet an Weihnachten 1989:
Drei Frauen führten ein Gespräch über Werwölfe (gar nicht so abwegig in dieser gebirgigen Region, wo die Wölfe sich herumtrieben und bis heute noch in lebendiger Erinnerung sind). Eine der Frauen erklärte, dass, wenn in einer Familie sieben Söhne nacheinander geboren würden, müsste der siebte auf den Namen Maurício getauft werden – Falls dies nicht getan würde, verwandle sich dieser jeweils am Vollmond unvermeidlich in einen Werwolf. Früher, sagte sie, wusste man vielleicht nichts davon und deshalb gab es Werwölfe!

Quelle: 'GENTE DA SERRA Do seu Quotidiano e Costumes' von Lisete P. Almeida de Matos, data de Edição de 1990
Weitere Information ebenfalls mit freundlicher Unterstützung von Lisete P.Almeida de Matos aus 'Caminhada "Trilhos da Ribeira de Ádela": 'Um Olhar' veröffentlicht in der Zeitung 'Comarca de Arganil' vom 15.Mai 2008 und aus http://www.upfc-colmeal-gois.blogspot.com/ vom 7. April 2008.

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  Updated 18 June, 2008