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Quinta de Belide ist das am östlichsten gelegene Dorf der Region Góis. Vom Bergkamm über dem Tal erhalten Sie einen flüchtigen Einblick davon wie die Berge dieser Region entstanden sind. Während der letzten Eiszeit drückte ein immenses Gewicht von Eis auf die Region und bewegte sich sowohl nach Norden als auch nach Süden. An der Colada de Belide kann ein Regentropfen seinen Weg deshalb in zwei Richtungen machen – er kann an der Quinta de Belide vorbeifliessen, hinein in den Fluss Ceira und dann im Mondego durch Coimbra strömen, um sich in Figueira de Foz mit dem Meer zu vereinigen; oder südlich die Ribeira do Moninho hinunter in den Fluss Zézere, der sich dem Tejo anschliesst und von da aus nach Lissabon gelangt.
Der Weiler von Quinta de Belide liegt am Talboden eines Bergsattels. Mit einer Höhe von 650 m.ü.M erscheint dieser durch die umringenden und überragenden Berggipfel, die alle über 1000 m hoch sind, sehr klein.
Quinta de Belide ist seit ungefähr 1900 in Familienbesitz als Familienmitglieder von der Arbeit in Argentinien zurückkamen und alle gemeinsam, um die 20 – 30 Personen, aufs Landgut (Quinta) zogen. Eine Frau, die dort augwachsen ist, erzählte uns wie alle eng auf der Quinta zusammenarbeiteten und lebten, eine harte Arbeit, die jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang andauerte. Wasser gab es auf der Quinta in Hülle und Fülle und sie lebten grösstenteils von der Landwirtschaft – Mais und Kartoffeln waren die Hauptprodukte, die angebaut wurden. Da sie keine Ochsen hatten kam jemand von einem anderen Dorf, wenn sie die grösseren Felder pflügen mussten und dieser verrichtete dann mit dem Ochsen diese Arbeit. Die Quinta hatte ihre eigene Mühle um den Mais zu mahlen und die Oliven wurden zum Pressen in den Lagar (Olivenpresse) von Foz da Cova gebracht. Ebenso stellten sie Wein her. Sie hielten Ziegen und Schafe und es war wichtig, gut auf die kleineren Tiere aufzupassen wegen der Wölfe, die bis in den 1950-er Jahren in der Region ansässig waren. Der Höhepunkt des Jahres war das jährliche Fest von Malhada – die einzige Zeit des Jahres, wo jedermann aus sich herausgehen konnte und alle sich amüsierten!
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