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Açôr |
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Das Dorf Saião (Saião – grosser, breiter Rock) liegt am oberen Ende des Flusstales der Ribeira do Saião. Der Bach Ribeira do Saião vereinigt sich mit dem Fluss Ceira in Candosa. Der erste Teil des Dorfes liegt unter der schmalen Strasse – eine Ansammlung von gestrichenen Häusern. Unterhalb von diesen beginnt das Tal steil abzufallen. Auf beiden Seiten des Tales befinden sich Landterrassen, wo immer noch alte Olivenbäume wachsen. Etwas weiter talaufwärts liegt Saião de Cima, einst eine Quinta (Landgut) mit einer Ansammlung von kleinen Xisto Gebäuden, welche den Schafen und Ziegen als Unterkunft dienten. Heute befinden sich an diesem Ort drei Häuser. Am Boden des Tales, unterhalb des Dorfes Saião, verbreitet sich der Schall so, dass die Einwohner von Saião, Salgado und Vale de Asna miteinander kommunizieren konnten, ohne dass sie die steilen Hänge von einem Ort zum anderen erklimmen mussten – so tauschten sie Informationen untereinander aus durch das einfache gegenseitige Zurufen. Wie in vielen Dörfern in dieser Region, herrschte in der Vergangenheit auf Grund der isolierten Lage ein System des Tausches: Waren und Güter wurden gegen Arbeit getauscht. Der Gebrauch von Geld begann erst mit der Forstwirtschaft häufiger zu werden und mit dem darauffolgenden Bau der Strassen, welche eine Verbesserung der Kommunikation mit sich brachten.
In der Nähe steht eine Mühle, die aber nicht mehr in Betrieb ist; die sich in Privatbesitz befindende Mühle 'O Moinho do Zé Rosa'. Zwei weitere Mühlen, heute Ruinen, befanden sich einst weiter unten am Bach Ribeira do Saião im Tale 'Vale de Asna'. Es scheint, dass in diesem Teil der Region bis ins 20-te Jahrhundert Wölfe lebten und viele Geschichten über das knappe Entkommen vor diesen und von verhängnisvollen Schicksalen sind noch in lebendiger Erinnerung. Eine Geschichte erzählt, dass einst ein Dorfbewohner in ein anderes Dorf ging um dort an der 'Festa' teilzunehmen, wo er Gitarre spielte. Es war dunkel und bereits spät in der Nacht als er sich auf den Heimweg machte und nach einer Weile Fussmarsch fand er sich von einem Rudel Wölfen umringt. Von Panik ergriffen und voller Angst wusste er nicht, was er tun sollte und in seiner Verzweiflung begann er Gitarre zu spielen und hörte nicht auf damit bis er sein Haus erreicht hatte. Er war immer noch begleitet von den Wölfen, diese jedoch griffen ihn nicht an. Eine andere Geschichte erzählt, dass einst vor etwa 50 Jahrten ein dreijähriger Junge sich das Bein brach und da der nächste Doktor sich in Arganil befand, trugen die Einwohner den Jungen in einem Korb auf dem Kopf zum Barbier nach Celavisa. Dieser Barbier war bekannt für sein medizinisches Wissen und er richtete das Bein, schiente und verband es. Der Junge wurde im Korb ins Dorf zurückgebracht und das Bein heilte.
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| Updated 18 June, 2008 | |||||||||||||||