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Açôr |
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Das Dorf Salgado liegt hoch oben an der Talseite des Baches Ribeira do Saião, welcher hinunter in den Fluss Ceira fliesst. Die Häuser sind grösstenteils aus dem örtlichen Schieferstein (Xisto) entlang einer alten Strasse, die auf das 15-te Jahrhundert zurückgeht, gebaut. Diese Strasse war sehr schmal und führte zur Kapelle von Sobral und Capelo. Bis in moderne Zeiten bildete sie den einzigen Zugang zum Dorf. Hinter der Ortschaft ist eine Quelle, - 'o velho chafariz' – welche für das Trinkwasser der Einwohner von Salgado sorgte, und wo ebenso die Wäsche gewaschen wurde. Unterhalb des Dorfes befand sich einst eine Mühle, die heute in Ruinen liegt und deren Zugang überwachsen ist. Das Gemeinschaftshaus 'Casa de Convívio' wurde 2006 erbaut. Es wird zu speziellen Anlässen und während der Sommermonate geöffnet, wenn Leute von ausserhalb, grösstenteils aus Lissabon, in ihr Heimatort zurückkehren um hier ihre Ferien zu verbringen. Am zweiten Wochenende des Junis findet jeweils das gemeinschaftliche Mittagessen - 'almoço de convívio'- statt, begleitet von Musik oder Folklore-Tanzgruppen. Auch heute noch existiert ein alter Backofen im Ort, wo das traditionelle Maisbrot 'Broa' gebacken wird.
Eine Frau aus dem Dorf, Arminda Duarte, erzählte mir eine persönliche Geschichte, die sich zutrag, als sie ein kleines Kind war , und die uns einen kleinen Einblick in das tägliche Leben von damals gewährt. Sie und ihr Bruder waren um die drei und fünf Jahre alt und ihre Mutter brauchte ihre Hilfe um die Bohnen zu enthülsen. Die Kinder hatten keine Lust zu arbeiten, aber die Mutter gab nicht nach. Die enthülsten Bohnen mussten sie auf eine auf dem Boden ausgelegte Decke legen, während die leeren Hülsen in einen Behälter daneben kamen. Einige der Hülsen jedoch fielen vor dem Behälter auf den Boden und die Mutter bat sie diese aufzuheben. Sie jedoch widersetzten sich trotzig und weinend dieser Aufgabe, als in diesem Moment ein armer Bettler an die Türe klopfte, der mit seinem Sack um Almosen bettelte. Der Mann hatte das Geschrei der Kinder gehört und sagte: "Quem chora, vai para o saco!" ("Wer schreit kommt in meinen Sack!"). Die Kinder versteckten sich voller Angst hinter der Schürze der Mutter und als der Mann gegangen war, begannen sie sofort die Hülsen aufzuheben und arbeiteten ohne zu Murren für den Rest des Nachmittags.
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| Updated 18 June, 2008 | |||||||||||||||