The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Casal Bordeiro  
 

Gois

Civado  
      
 

Casal Bordeiro

Civado hat kein eigenes Schild mehr, das den Dorfnamen ankündigt, da es nun als ein Teil von Bordeiro gilt. Jedoch hat das Dorf immer noch seinen Charakter behalten und besitzt seine eigene Geschichte. Die landwirtschaftliche Gemeinschaft von Civado nutzt die fruchtbaren Böden und die gute Bewässerung durch das zugängliche Grundwasser. Die Häuser sind entlang der Strasse, die durch das Dorf führt, angeordnet. Eine kleine Gruppe von Häusern am Anfang der Strasse war in der Vergangenheit ein eigenständiges Dörflein namens "Maceiras Muitas" (Viele Apfelbäume). Nun hat es sich mit Civado vereinigt.
Früher arbeiteten die Leute auf den Feldern und auf diesen gab es viele Brunnen mit von Ochsen oder Eseln gezogenen Wasserrädern zur Bewässerung. Wenn der Mais reif war, war es an der Zeit die Kolben zu putzen und die Körner auszulösen. Zu diesem Anlass versammelte sich die ganze Dorfgemeinschaft und ein Brauch trat in Kraft. Wenn jemand einen dunklen Maiskolben fand, in diesem Dorf "Espiga do Rei" (Königskolben) genannt, musste dieser jeden umarmen. Es gab viele Gedichte und Lieder rund um diese Tradition herum – z.B. "Se não fosse o milho do Rei o que seria não sei!" Nach der Arbeit an den Maiskolben wurde jeweils getanzt und gesungen. Wir trafen einen Mann, Adelino Lopes Pinto, heute 94 Jahre alt und stets mit einem grossen Sinn für Humor, der früher mit seiner Gitarre, und manchmal auch in Begleitung eines Freundes, von Ort zu Ort zog und auf den traditionellen Festen "Bailes e Festas" in der weiteren Umgebung aufspielte.

Civado Civado Civado

Im 19-ten Jahrhundert gab es einen ehrgeizigen Plan eine Bahnlinie von Coimbra nach Arganil zu bauen. Die Strecke der Eisenbahn sollte durch Civado führen und hinter dem Dorf wurde ein Tunnel gebaut und ein grosser Bahndamm, die bis heute überlebt haben. Unglücklicherweise führte ein Mangel an finanziellen Mitteln sowie auch technischen Schwierigkeiten dazu, dass das Projekt fallengelassen wurde und so endete die Eisenbahnlinie in Serpins. Hinter dem Dorf in "Relva da Soma" stand einst eine Ziegelfabrik, gebaut um Ziegelsteine für die Innenverkleidung des Tunnels herzustellen. Da der Tunnel durch Gletscherablagerungen, bestehend aus Sand und Geröll, führte, musste dieser gestützt werden, und ein mit Ziegelsteinen verkleidetes Gewölbe wurde damals als die beste bauliche Lösung betrachtet. Die Ziegelsteine wurden aus dem örtlichen Ton hergestellt und in der Fabrik arbeiteten Leute aus Civado und Póvoa. Die Eisenbahngesellschaft lieferte die Steinkohle zum Brennen der Ziegelsteine. Mehrere Gebäude in Civado wurden aus diesen Ziegeln, die nachdem das Projekt fallengelassen und die Fabrik geschlossen wurde, gebaut. Die noch älteren Häuser jedoch sind aus den runden Gletschersteinen dieses Gebietes gebaut.

 
 
Civado Civado
 
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  Updated 15 May, 2008