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Aigra Nova |
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Wenn Sie sich Piaes auf der von Regateira aufsteigenden Strasse nähern, können Sie Pinienstämme erblicken, die mit Ton- oder Plastikgefässen versehen sind. Diese dienen den Dorfbewohnern zum Auffangen des Harzes. Die Bäume zeigen Spuren an ihren Stämmen vom jahrelangen Anzapfen. Etwas weiter der Strasse entlang können Sie unter dem Dorf das Tal mit seinem fruchtbaren mit Gemüse und Mais angebauten Boden sehen. Erdbeerpflanzen, welche einst in den Feldern gesetzt wurden, haben sich verselbständigt und säumen nun die Strasse. Das Dorf liegt höher oben am Hügel, umringt von silberfarbenen Olivenbäumen. Die Häuser wurden am steilsten Hang gebaut und eine Anzahl von engen Gässchen und Treppen führt zwischen ihnen hindurch: Ein Durchgangsweg zu einer Gruppe von Häusern ist weniger als 1 m breit. Über dem Dorf befinden sich kleine Xisto Gebäude, die einst als Unterkunft und Stallungen für die Ziegen und Schafe, die in den höhergelegenen Weideländern grasten, dienten. Piães geht wahrscheinlich auf die Zeit der Römischen Besetzung in Portugal zurück. Im Tal oberhalb der Ortschaft gibt es Römische und Maurische Goldminen und drei Bewässerungskanäle für die Wasserzufuhr in die benachbarten Dörfer. Die längste Levada (Bewässerungskanal) ist die 'Levada do Albaról', welche bis in die Nähe von Bordeiro führt, die zweite ist die 'Levada do Lameiro da Junça', die Wasser nach Vale Godinho bringt, die dritte ist die 'Levada das Vinhas' oder auch 'Levada Cimeira' genannt, welche das Wasser von der Mühle (die immer noch steht) nach Carvalhas, ein Gebiet zwischen Piães und Outeiro, brachte. (Das Wort 'Pia' bedeutet soviel wie, 'Wassertrog', 'Graben', 'Kanal', und es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Ortsname daher abstammt).
Das Dorf Piães wurde bereits in der Volkszählung von 1527 der Region Góis erwähnt und mit zwei permanent bewohnten Häusern eingetragen. Mitte des 20-ten Jahrhunderts fand man heraus, dass die von den Hügeln kommenden Bäche, die zeitweise Hochwasser führten, auf dem Talboden Mineralien angeströmt und deponiert hatten. Der Bergbauingenieur Stanley Mitchell, der zuvor schon mehrer Zinn- und Wolframminen in Betrieb genommen hatte, erkannte das Potenzial und organisierte das Umgraben des Talbodens und das anschliessende Waschen nach Mineralien. Zinn, Wolfram und Gold wurden in der Erde gefunden und das Unterfangen bot auch eine gute Gelegenheit für die Dorfbewohner alle Steine aus den Feldern zu entfernen. Ein älterer Einwohner erinnert sich, wie er Stanley Mitchell hoch zu Pferde ins Dorf reiten sah um die Arbeiten zu beaufsichtigen. |
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| Updated 15 May, 2008 | ||||||||||||