The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Pontão do Seladinho  
 

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Pontão do Seladinho  
      
 

Pontão do Seladinho

Pontão do Seladinho liegt teilweise an der Strasse zwischen Góis und Lousã und zieht sich zum anderen Teil dem ehemaligen Gletschertal entlang aufwärts, welches nun der Flusslauf des Rio Sótão ist. Es gibt einige wenige alte Häuser, die meisten aber wurden seit der Inbetriebnahme der Papierfabrik von Ponte do Sótão gebaut oder renoviert. Unterhalb des Dorfes fliesst der Fluss um runde Steinbrocken herum in natürliche Wasserbecken. An einigen wurden Verbesserungsarbeiten angebracht um das Wasser  für die Bewässerung abzuleiten und für Wasserkraft zum Antrieb der ersten Kornmühle zu sorgen. Es gibt zwei Hauptwasserbecken – das erste wird 'Poço da Mina' genannt (Minenbecken), wo die Frauen ihre Wäsche zu waschen pflegten. Ein Tunnel führt von diesem Becken hinunter zur einstigen Mühle, wo heute die alte Papierfabrik steht. Das zweite Wasserbecken genannt 'Poço das Meninas' (Wasserbecken der Mädchen) ist der Ort, wo im Sommer die Frauen badeten. Etwas weiter talaufwärts befindet sich eine alte verlassene Mühle, welche den Mais für die einstige Bäckerei des Dorfes mahlte. Alles in allem gab es einmal fünf Mühlen, da fast alle Familien ihre eigene bauten. Früher existierte auch eine Walke, in welcher Decken aus Wolle oder Stoffresten hergestellt wurden, und die das gleiche Wasser wie die Maismühle benutzte. Auf der anderen Flussseite, am 'Poço Ferve', wurde der Papierbrei angerührt und mit Stengeln der Maispflanze vermengt um den Brei zu strecken. Dieser wurde in Kanistern von den Arbeitern auf dem Rücken zurück in die Papierfabrik getragen.

Das Tal, in welchem das Dorf liegt, erstreckt sich weiter hinauf bis zum Gipfel der Peneda de Góis und ein alter Weg folgt dem Tal entlang vorbei an verlassenen Gebäuden. Früher liessen die örtlichen Einwohner ihre Schafe und Ziegen im steinigen Tal grasen und beschäftigten sich auch mit dem Goldabbau in den Minen. Die Ortsansässigen nennen das Dorf Pontão do Seladinho 'Penedo' – was 'Fels' bedeutet. Die Berge, an denen sich das Dorf lehnt, tragen folgende Namen: der erste ist "Picote", der nächste "A Fraga do Loiro" und der dritte "A Fraga do Penedo Castelo".  Es gibt einen spitzen Felsen am Hang des Picotes, genannt "A Fraga da Raposa“, wo die Füchse ihre Jungen aufzogen (raposa heisst übersetzt 'Fuchs'). Dieser Ort liegt über der am Flussufer hervorströmenden Wasserquelle. Diese Quelle wurde schon vor mehr als 200 Jahren genutzt und wird es immer noch, da die Wasserqualität ausserordentlich gut ist. In der Vergangenheit war das Dorf ein geschäftiger blühender Ort, mit seiner Bäckerei und einer Taverne mit Lebensmittelladen. Das Brot wurde in auf dem Kopfe getragenen Körben zu Fuss in die Nachbarsorte ausgeliefert.

Die Taverne war bekannt für die Gastfreundlichkeit ihrer Besitzer, Ernesto und Perpetua, und wurde vom Durchgangsverkehr sehr gut besucht – die Leute, die mittels Ochsenkarren, zu Pferd oder zu Fuss entlang dieser Hauptstrasse reisten, packten die Gelegenheit am Schopf, machten eine kleine Pause und gönnten sich eine Stärkung in der Taverne. Einmal pro Woche machte der Kohlenhändler von Cabeçadas, auf seinem Weg nach Lousã, im Dorfe halt.

 
 

 

 
 
Pontão do Seladinho Pontão do Seladinho
 
Pontão do Seladinho
Pontão do Seladinho Pontão do Seladinho Pontão do Seladinho
Pontão do Seladinho Pontão do Seladinho Pontão do Seladinho
 
     
     
 
 
 
      
   
  Updated 15 May, 2008