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Aigra Nova |
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Das Dorf Val Boa (Gutes Tal) liegt in einem abgeschiedenen Tal. Der sanfte Abhang unterhalb des Dorfes ist grösstenteils von Olivenbäumen überdeckt und fällt anschliessend steil gegen den Bach hinunter und gegen das das Dorf umringende Waldland. Die Strasse ins Dorf ist von beiden Richtungen her schmal und kurvenreich. Die Häuser sind aus Xisto gebaut, welcher sich über viele Jahre hinweg von silberblau in einen rot-ocker Ton verfärbte. Kastanienhölzerne Fenster- und Türstürze, von den Bäumen, die das Dorf umringen, stammend, wurden in die Mauern über den Fenstern und Türen eingelassen. Um das Dorf herum gibt es zahlreiche kleine, fensterlose Steingebäude, die den Schafen und Ziegen, welche in den Hügeln oberhalb des Dorfes grasten, als Unterkunft dienten.
Enge steil ansteigende Gassen führen durch Val Boa und mehrere der Gebäude wurden oberhalb der Strasse gebaut. In der Volkszählung von 1527 erscheint 'Vallboa' mit zwei permanent bewohnten und somit abgabepflichtigen Häusern. Oberhalb des Dorfes befindet sich ein grosser runder Wassertank, der gebaut wurde um die Zuverlässigkeit der örtlichen Wasserzufuhr zu sichern. Obgleich die 'Levada', oder Wasserweg, im Tal dem Anspruch des Dorfes zu genügen pflegte, wurde diese, auf Grund von Eukalyptusplantagen höher oben in den Hügeln, weniger zuverlässig. Es gibt keine Kapelle im Ort. Die Kapelle von São Martinho jedoch wird mit Val Boa und Vale Godinho geteilt. In den Hügeln um das Dorf befinden sich mehrere alte Minenschächte, von denen nachgesagt wird, sie sollen auf die Zeit der Mauren zurückgehen. Eine der ältesten Einwohnerinnen von Val Boa erzählte uns, dass die jungen Männer des Dorfes, vor etwa 90 Jahren, in der Serra do Rabadão nach Wolfram und Zinn suchten. Ebenso erzählte sie, dass, vor einiger Zeit, viele Leute, angezogen vom Stadtleben in Lissabon, das Dorf verlassen hätten. Während wir zwischen sich abwechselnden Regengüssen und Sonnenschein das Dorf fotografierten, kamen wir an vielen violetten und weissen Orchideen vorbei und auch, noch ungewöhnlicher, an einer Gruppe von Orchideen der Art Serapias vomeracea (Pflugschar – Zungenstengel). Diese zarte Blume ist sicherlich ein Juwel in der Blumenpracht der Region Góis! |
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| Updated 15 May, 2008 | |||||||||||||||