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Das Dorf Barreiro liegt entlang der Hauptstrasse, die sich zwischen Vila Nova do Ceira und Olho Marinho erstreckt. Die älteren Häuser des Ortes wurden aus runden Gletschersteinen gebaut, welche in dieser Region in grosser Menge vorkommen. Der Boden unterhalb des Dorfes fällt sanft hinunter zum Fluss Ceira, wo die fruchtbaren Felder schon seit Jahrhunderten bewirtschaftet werden.
Früher gab es einen Schmied, einen Schuhmacher und einen Schneider im Dorf. Die Kapelle des Ortes ist St.ª Barbara gewidmet und das Fest findet jeweils in der letzten Augustwoche statt. Während des Festes von São João, zur Sommersonnenwende, war es Brauch Torbogen aus Holz herzustellen und diese mit Myrthen und Blumen zu dekorieren. In der Mitte des Dorfplatzes wurden Bündel von Rosmarin zu einem Haufen zusammengetragen, welcher angezündet wurde und die Leute sprangen über das rauchende Feuer – dies nannte man 'as fogueiras de São João' (die Feuer von Sankt Johannes), obwohl dies sicherlich einen heidnischen Ursprung hat. An Karneval, vor vielen Jahren, pflegte man den Brauch des 'Cantar as Pulhas', wobei jemand sich im Umkreis des Dorfes versteckte und lauthals die Gerüchte und Geheimnisse der Dorfbewohner, die sich während des vorangegangenen Jahres zugetragen hatten, herausschrie.
Die Leute lebten grösstenteils von der Landwirtschaft, vor allem vom Anbau von Mais und Kartoffeln, aber auch von der Harzgewinnung. Das Harz wurde an die Harzfabrik von Arganil verkauft und die Arbeiter dieser kamen und holten die Fässer voll von Harz im Ort ab. Die Leute, die viele Pinienbäume besassen, vermieteten diese den Bewohnern zur Harzgewinnung. Andere Einwohner des Dorfes arbeiteten in der Ziegelfabrik von Chão dos Santos.
Früher haben die Leute, die kein eigenes Land besassen, Ländereien von den Grossgrundbesitzern gepachtet. Am Ende des Jahres mussten sie jeweils zwei Teile der Ernte an den Besitzer abgeben und nur ein Teil blieb ihnen. Das selbe geschah mit den Oliven. Wir wissen, dass das Leben hart war und jedes auch noch so kleine Fleckchen Erde wurde bewirtschaftet. Sie trugen Körbe mit Mist bis hinauf in die Hügel über Carapinhal um ihre Felder zu düngen. Aber während der Erntezeit und des Säuberns der Maiskolben kamen alle Dorfbewohner zusammen und immer gab es ein Gläschen Feuerwasser und ein Stückchen Maisbrot.
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