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Cabril liegt am unteren Ende eines der reichsten Landstriche des Concelhos – reich nicht nur wegen der Fruchtbarkeit des Bodens und dem Wasserreichtum für die Bewässerung sondern auch wegen des Goldes, welches sich vor sehr langer Zeit im Boden abgelagert hatte. Heute besteht das Dorf aus einer kleinen Gruppe von Häusern und einem Landgut (Quinta) am Flusse Ceira. Es gibt viele Rätsel und Geheimnisse über dieses Dorf und Legenden verbunden mit der Felsschlucht. Während der Bronzezeit lag Cabril am Rande eines grossen Sees. Die Römer brachen unten durch die Felsschlucht, entwässerten den See und schafften so das Land, wo später die Quinta erbaut wurde.
Oberhalb des Dorfes befindet sich ein alter Ofen, in welchem Kalkfarbe hergestellt wurde. Es ist wahrscheinlich dieses Gebiet von dem die Legende von Candosa handelt. (Klicken Sie hier um über die Legende von Candosa zu lesen). In dieser Gegend gibt es sehr viel Geschichte: Es existiert eine Höhle über der Schlucht, welcher nachgesagt wird eine Wohnstätte des Neolithikums zu sein und man glaubt, dass die enormen Steinhaufen, die man in diesem Teil des Tales antrifft, aus der Bronzezeit stammende Crannogs seien (Hügel auf welchen hölzerne Häuser in der Lagune gebaut wurden).
Wir sprachen mit einer Frau in Cabril, welche uns von vergangenen Tagen erzählte. Sie stand jeweils sehr früh morgens auf um das Essen vorzubereiten und das Maisbrot (Broa) zu backen und dann ging sie den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten. Zur Zeit des Olivenpflückens kam sie jeweils erst spät Nachts nach Hause. Die Dorfbewohner trafen sich jeweils Sonntags zum Tanz und der 'Cego de Sacões' (Blinde von Sacões) kam um Musik zu spielen. Jeder half dem anderen und so waren die Bände zwischen den Leuten im Dorf sehr stark. Die Leute, die kein oder nur wenig eigenes Land besassen, pachteten Felder von den reichen Grossgrundbesitzer. Jedes Jahr mussten sie dafür einen grossen Teil ihrer Ernte an diese abgeben und in schlechten Jahren arbeiteten sie manchmal das ganze Jahr für nichts, da der ganze Ertrag an die Besitzer ging.
Der Dreschplatz (Eira) befindet sich am Dorfeingang am Hügel. Das Wasser für die Bewässerung kam vom 'Rio Velho' und die riesige Levada do Sobreiro (Wasserkanal) bewässerte die Felder des Landguts.
Es gab eine Mühle auf dem Weg zur Schlucht, die Quinta hatte zwei eigene Mühlen und auf der anderen Seite der Brücke befindet sich eine weitere alte Mühle. Die Oliven wurden mittels eines Ochsenkarrens, der von Vila Nova do Ceira kam, transportiert um daraufhin dort gepresst zu werden. Es gab auch Kastanienbäume dessen Kastanien gesammelt, getrocknet und gelagert wurden und die Dorfbewohner hielten sich Schafe und Ziegen.
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