The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Carapinhal  
 

Gois

Carapinhal  
      
 

Carapinhal

Carapinhal liegt an der Westseite des kleinen Tales der Barroca do Lameiro. In der Volkszählung von 1527 erscheint der Ort mit einem einzigen bewohnten Haus. Die alten Häuser des Dorfes folgen dem Lauf der Strasse – eine Mischung aus Kolonialstil Häusern, alten Landsitzen (Quintas) und modernisierten und neuen Häusern. Es gibt auch mehrere zerfallene Gebäude, welche die Bauweise aufzeigen. Die runden Gletschersteine, welche überall in dieser Gegend zu finden sind, werden mittels Lehm und kleineren Steinen zusammengehalten und Granit und Sandsteine formen die Ecken der Häuser und bilden die Umrahmungen der Fenster und Türen. Das Land unterhalb des Dorfes ist fruchtbar und das Tal hat mehrere Quellen und Wasserlöcher, welche immer noch für die Bewässerung gebraucht werden. Mehrere grosse Orangen – und Zitronenbäume ziehen ihren Nutzen aus dem sich nahe an der Bodenoberfläche befindenden Wasser. Am Hügel hinter dem Dorf weisen Pinienbäume Spuren vom Harzsammeln auf – die älteren Bäume haben Stämme, die gleich einer Muscheloberfläche gewellt sind vom jahrzehntelangen Anzapfen. Das Harz wurde in eine Fabrik nach Arganil verkauft und später nach Tomar. (Obwohl unsere Untersuchungen ergaben, dass im Dorf von Chapinheira eine Harzfabrik war, die in den 1960-ern geschlossen wurde und in den 1970-ern von Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht wurde. Alles was noch davon übrig geblieben ist, ist ein grosses Wasserbecken).
Wir hatten das Glück im Dorf drei Frauen zu treffen, Maria do Carmo, Alice und Cristina welche uns von ihrem Dorf erzählten.
Die Kapelle ist der Sr.ª da Conceição gewidmet. Früher fanden die Hochzeiten dort statt und alle drei Frauen haben in dieser Kapelle geheiratet.
Damals gab es stets Wasser in der Barroca von Carapinhal, in welcher die Frauen kleine Becken formten um dort ihre Wäsche zu waschen. Danach legten sie ihre Wäsche aus um an der Sonne zu bleichen und markierten die Stelle jeder einzelnen durch eine Linie auf dem Boden.

Carapinhal Carapinhal Carapinhal
Carapinhal
 
Carapinhal Carapinhal

Es gab eine Mühle ('O Moinho da Ribeira') welche sich in der Barroca do Carapinhal, unterhalb des Dorfes befand. Die Einwohner des Ortes pflanzten Mais, Roggen,Weizen und Kichererbsen an. Das Stroh der Getreide wurde dazu verwendet die Matratzen zu stopfen und aus dem Maisstroh fertigten sie Besen. Alles wurde genutzt. Am Hügel unterhalb des Dorfes stand ein Apfelbaum wo die schönsten und süssesten roten Äpfel wuchsen. Die Äpfel wurden gepflückt und in einem kühlen dunklen Raum auf einem Bett aus Stroh gelagert. Aus dem Traubentrester wurde 'Aguardente' (Feuerwasser) hergestellt. Auf dem kleinen Platz im Dorf befindet sich die alte Quelle. Früher, bevor die Câmara (Gemeinde) alle Häuser ans öffentliche Wasserverteilungsnetz angeschlossen hatte, zogen die drei reichsten Familien im Dorf ihre eigenen Leitungen von der öffentlichen Quelle in ihr Haus. Dies bedeutete, dass es manchmal vorkam, dass die ärmeren Leute kein Wasser hatten und sie die Reichen um Wasser bitten mussten.

Eine der Frauen erzählte uns, dass sie einst mit ihrer Eselin, welche einen Karren voller Mist zog, auf dem Weg zu einem Feld in Telhada war, das sie bestellte. Bei der Auffahrt auf das Feld übersah sie eine trittartige Erhebung und der Karren blieb daran hängen und kippte mit samt der Ladung. Die Eselin war dem Gewicht nicht gewachsen und fiel auf ihren Rücken mit allen vier Beinen in der Luft. Die Frau war äusserst besorgt um ihre geliebte Eselin, welche sie 'Rita Peixeira' (Rita die Fischersfrau) getauft hatte, und so schnitt sie mit einer Sichel das Geschirr durch und half Rita aus ihrer misslichen Lage. Ihr Mann jedoch war über diese Tat ganz und gar nicht erfreut, denn jetzt mussten sie ein neues Geschirr kaufen. Eine andere Frau erzählte uns eine Geschichte von ihrem Onkel (dem Ziegenzüchter aus Telhada) welcher einst dem alten Fussweg nach Telhada entlang ging als einige Männer ihm mit Tüchern vor dem Gesicht den Weg abschnitten. Der Onkel erschrak fast zu Tode und versuchte zu fliehen, aber als die Manner die Tücher vom Gesicht nahmen und er diese erkannte, bemerkte er, dass dies alles nur ein Scherz war. Immer noch mit dem Schrecken in den Gliedern sagte er zu ihnen: "Wenn ich gestorben wäre vor Schreck, könnt ihr sicher sein dass ich mich rächen würde!"  (Diese Geschichte wurde natürlich im Ort und den umliegenden Dörfern immer wieder und wieder erzählt!)

Carapinhal war einst eine sehr enge Gemeinschaft und wie in vielen anderen Dörfern auch kamen die Leute zur Erntezeit zusammen um gemeinsam die Maiskolben zu putzen und die Körner auszulösen. Dabei wurde ein beliebtes Spiel gespielt wobei jeder, der einen Kolben mit dunklen Körnern fand, um alle herumgehen und alle umarmen musste – dieser Zeitvertrieb wurde 'Chí' genannt. Vor etwa 55 Jahren bewirtschaftete der Vater einer der Frauen ein Maisfeld in Fundo do Barreiro, welches über 140 Alqueres (Masseinheit für Getreide, zwischen 13 und 22 Litern) produzierte und alle Leute von Carapinhal kamen um ihm dabei zu helfen die Maiskolben zu putzen. Man darf aber auch glauben, dass dies vielleicht etwas mit der Tatsache

 
 
Carapinhal
 
Carapinhal Carapinhal
Carapinhal
 
Carapinhal Carapinhal
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  Updated 5 November, 2008