The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

Wir über uns
Die Region – Góis und Umgebung

Alvares
Cadafaz
Colmeal



Vila Nova do Ceira Vila Nova do Ceira

Barreiro
Balsas
Cabril
Campêlo
Caracol
Carapinhal
Carvalhais
Casal da Ribeira
Cerejal
Chão dos Santos
Chapinheira
Covas do Barro
Cruzinhas
Farroiba
Fonte de Soito
Formiga
Inviando
Juncal
Linteiro
Lomba
Mata
Monteira
Murtinheira
Oliveirinhas
Passô
Picarotos
Rojão
Sacões de Baixo
Sacões de Cima
Santo Velho
Telhada
Terras
Tôpa
Val de Egas
Vale de Oleiros
Várzea Grande
Várzea Pequena

Casal da Ribeira  
 

Gois

Casal da Ribeira  
      
 

Casal da Ribeira

Casal da Ribeira besteht aus einer kleinen Gruppe von vier Häusern, welche an der Ostseite des Sótão Tales errichtet wurden. Der Weiler sitzt auf einem engen Landvorsprung, wenige Meter über dem Tal. Casal da Ribeira ist der Ursprungsort der 'Levada de Cima', welche das Wasser bis nach Tôpa leitet. Der Fluss unterhalb des Dorfes kann einem im Sommer fast ganz ausgetrocknet begegnen, da etwas flussaufwärts der Bewässerungskanal den Kurs des Baches ableitet um für die Bewässerung der Felder zu sorgen und ebenso den Wasserantrieb für die drei Kornmühlen sichert, die sich unterhalb des Dorfes befinden. Wie soeben erwähnt besitzt der Ort drei Mühlen, eine wird mit Monteira geteilt. Dies sind 'Moinho do Casal da Ribeira', 'Moinho da Insua' und ' Moinho das Feteiras'. Die ersten beiden Mühlen sind immer noch arbeitstauglich, werden jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet und die dritte ist am zerfallen, weil das Dach eingebrochen ist. Man findet auch einen alten steinernen Ziehbrunnen, dessen Wasser man früher mit Hilfe der Kraft eines Pferdes schöpfte. Das Dorf hat mehrere Dreschplätze (Eiras) wo der Mais getrocknet wird. Die Olivenpresse befand und befindet sich immer noch in Vila Nova do Ceira.

Casal da Ribeira Casal da Ribeira Casal da Ribeira

Früher gingen die Kinder von Casal da Ribeira nach Monteira zur Schule bis diese vor etwa 15 Jahren geschlossen wurde und heute besuchen die Kinder die Schule in Vila Nova do Ceira. Die Dorfbewohner gingen in die Kirche von Vila Nova do Ceira zur wöchentlichen Messe und gelegentlich, bis vor drei Jahren als der Pfarrer nicht mehr kam, in die Kapelle von Monteira. Wenn Leute des Ortes verstarben, wurden diese mit Hilfe von Seilen und Holztragen auf den Schultern zum Friedhof nach Vila Nova do Ceira getragen. Die Strasse durch das Dorf wurde vor etwa 19 Jahren gebaut. Zuvor gab es nur eine enge Landstrasse und einen Fussweg.
Viele Leute aus dem Dorf arbeiteten in der Papierfabrik von Ponte do Sótão. Sie gingen entlang des Fussweges nach Caselhos, dann nach Portela und über die Brücke 'Ponte do Porto' in Richtung Kapelle von S. Gens in Ponte do Sótão. Der Mann mit dem wir in Casal da Ribeira gesprochen haben, erzählte uns, dass er als Kind oft mit seiner Mutter zu Fuss auf den kleinen Platz 'Cimo da Barreira' nach Ponte do Sótão ging um dort die mitgebrachten Waren wie allerlei Gemüse, Orangen, Äpfel und andere Produkte zum Verkauf anzubieten. So konnten die Leute nach der Arbeit in der Papierfabrik auf dem Nachhauseweg alles einkaufen, was sie gerade so brauchten.
Zwei Schuhmacher lebten im Ort, beide aus der selben Familie stammend, die auch Holzschuhe herstellten.
Es gab verschiedene örtliche Bräuche, die während des Jahres in Casal da Ribeira wie auch in anderen Nachbardörfern dieser Region durchgeführt wurden:
Am Karneval verkleideten sich die Leute und wie alle Jahre wurde die Tradition des 'Cantar as Pulhas' (Schimpfreden singen)  ausgetragen, bei welcher sich jemand Nachts in der Nähe des Dorfes versteckte und lauthals Gerüchte, Geschehnisse, Klatsch und Tratsch und Geheimnisse verbreitete, die sich im Dorf über das Jahr hinweg ereignet hatten. Nichts und niemand wurde dabei verschont!
Während des Festes von S. João im Sommer wurde jeweils ein Mast errichtet an dessen Spitze ein Wasserkrug mit einer Katze drin gehängt wurde. Anschliesslich wurde der Mast, der unten mit Stroh umwickelt war, in Brand gesetzt. Schliesslich fiel der Krug irgendwann herunter und zerbrach und die Katze floh. ( Wir würden wirklich gern den Ursprung dieser Tradition wissen, die hier in dieser Region so weit verbreitet ist).
Während der Erntezeit spielten die Dorfbewohner beim Auslösen der Maiskörner ein Spiel – das bekannt ist als 'Chí' oder 'Xí' und wobei es darum geht, dass man alle in der Gruppe Anwesenden umarmen muss, wenn man einen dunklen Kolben erwischt hat. Die Leute mochten dieses Spiel sehr,  da dies eine sehr gute Gelegenheit war den Mädchen (oder Jungen) etwas näher zu kommen. Der dunkle Maiskolben wird in diesem Dorf 'Espiga Rainha' (Königinnenkolben) genannt.
Zur Weihnachtszeit vom 24. Dezember bis zum 1. Januar brannte ein Feuer aus Olivenbaumholz – die 'Cepos de Natal' – gewöhnlich auf einem Platz. Das Feuer erlöschte während dieser Zeit nicht und wurde sorgfältig am Leben erhalten und die Leute tanzten um das Feuer herum, sprangen über die Flammen und manchmal fielen sie sogar hinein!

 
Casal da Ribeira
 
Casal da Ribeira Casal da Ribeira
Casal da Ribeira
 
Casal da Ribeira Casal da Ribeira
Casal da Ribeira Casal da Ribeira Casal da Ribeira
      
   
  Updated 5 November, 2008