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Barreiro |
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Das Dorf Cerejal besitzt kein Ortsschild und ist nur durch eine dreibogige Granitbrücke, welche den Fluss Ceira überquert, von Várzea Grande getrennt. Die Häuser folgen grösstenteils der Hauptstrasse und der engeren Strasse, die nach Conhais führt. Am Tage wo wir das Dorf besuchten, waren gerade die ersten Trauben gelesen worden und das traditionelle Traubenstampfen war in vollem Gange.
Sr. Luís war der 'Wasserrichter' der Dorfes. Es gab zwei Wasserkanäle – die "Levada de Cima", welche von Casal da Ribeira kommt und die "Levada de Baixo" von Monteira herkommend. Alle Felder bis hin nach Murtinheira wurden durch diese zwei Wasserkanäle bewässert und er war Richter über beide. Manchmal gab es Streitigkeiten was die Wasserverteilung betraf, je mehr Ländereien jemand besass, desto länger Zeit bekam dieser für die Bewässerung zugesprochen. Die Bewässerung fand Nachts und am Tage statt und in den Nächten beleuchteten sie die Felder mit Petrollampen. Die Grossgrundbesitzer verpachteten ihre Felder und jedes Jahr wurde von neuem ein Preis in Form von 'Alqueres' von Mais (Getreidemasseinheit) festgesetzt, welche die Pächter nach der Ernte zu entrichten hatten. Manchmal geschah es, wenn die Ernte schlecht war, dass die Pächter die ganze Ernte dem Besitzer überlassen mussten und ihnen blieb trotz all der schweren Arbeit nichts. Die Leute hielten Kühe, Ochsen und Esel, sowie auch Schafe und Ziegen. Sr. Luís arbeitete mit einer Stute auf seinen Feldern. Früher wurde eine einzige Sardine manchmal mit drei Leuten geteilt und das wichtigste Nahrungsmittel war die 'Broa' (Maisbrot) und die Suppe, welche die Familie versorgte und stärkte. Sr. Luís ging, da das Geld knapp war, barfuss zur Schule nach Vila Nova do Ceira. Der Lehrer dort pflegte die Schüler mit einem Stock zu schlagen und er hatte solche Angst vor seinem Lehrer, dass er die Schule verliess noch bevor er Lesen lernte. Es lebte ein Holzschuhmacher in Cerejal und es gab vier Schnappsbrennereien 'Alambiques' in welchen sie Branntwasser aus Traubentrester und den Früchten des Erdbeerbaums (Medronhos) herstellten. Einige Dorfbewohner sammelten Harz für die Fabrik in Arganil, welche ins Dorf kam um die Fässer mit Harz einzusammeln. Viele Einwohner arbeiteten in der Papierfabrik von Ponte do Sótão. |
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| Updated 5 November, 2008 | ||||||||||||