The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Gois

Sacões de Baixo  
      
 

Sacões de Baixo

Das Dorf liegt auf einer herausstehenden Landebene hoch oben über dem Fluss Sótão. Das Dorf folgt grösstenteils einer engen Strasse und besteht aus alten Häusern, gebaut aus den runden Gletschersteinen, die wahrscheinlich auf den Ländereien rund um das Dorf gerodet wurden. Neben den Häusern gibt es viele individuelle Blumengärten, die dem Dorf ein freundliches Ambiente verleihen. Oberhalb des Ortes befindet sich die Kapelle, die dem St.º António gewidmet ist – es wird angenommen, dass dies eine der ältesten Kapellen der Freguesia ist. In der Volkszählung von 1527 taucht Sacões als 'Çacom' geschrieben auf und ist mit fünf bewohnten Häusern aufgelistet. Aber eine Geschichte erzählt, dass es hier einst sehr viele Kastanienbäume gegeben haben soll und Leute von überall im Herbst herkamen um grosse Säcke (Sacões) voll von Kastanien zu sammeln, und so soll das Dorf angeblich zu seinem Namen gekommen sein. Heute gibt es rund um das Dorf weitaus weniger Kastanienbäume – der Waldbestand besteht grösstenteils aus Pinien- und Eukalyptusbäumen. Am oberen Teil des Ortes, hinter der Kapelle, gibt es mehrere prächtige Eukalyptusbäume mit einem enormen Stammumfang, welche aus welchem Grund auch immer, von der Fällung verschont blieben. (Eine andere Geschichte erzählt, dass der Ort früher 'Lagoa de Sacões' geheissen haben soll auf Grund des Sees, der sich einst bis nach Góis erstreckte, die geographischen Auslegungen jedoch bestätigen diese Theorie nicht.)

Sacões de Baixo Sacões de Baixo Sacões de Baixo

Wir hatten das Vergnügen Sr. Aníbal de Matos und seine Frau Cecília Conceição Santos anzutreffen, die uns ein bisschen von ihrem Dorf und ihrem Leben erzählten:
Früher lebten viele Leute in Sacões. 1949 gab es 49 Kinder im Ort. Einige gingen nach Vila Nova do Ceira zur Schule, Sr.ª Cecília Conceição Santos jedoch lernte erst im Alter von 15 Lesen und Schreiben als sie nach Lissabon arbeiten ging. Vor dieser Zeit, noch im Dorf, arbeitete sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in der Landwirtschaft, dennoch liebte sie dieses Leben und hatte grosses Heimweh als sie Sacões zum ersten Mal verliess. Oberhalb des Dorfes, am Hang, befanden sich kleine Gebäude, welche mit Roggenstroh bedeckt waren und den Schafen und Ziegen als Stallungen dienten. Die Wolle der Schafe wurde in eine Wollverarbeitungsfabrik nach Foz de Arouce verkauft. Früher wurde der Dreschplatz mit Ochsenmist ausgelegt und mit einem Flegel glatt und eben geschlagen, so dass kein Korn während des Dreschens in den Furchen verschwinden konnte. Am Roggen wuchsen oftmals Pilze, welche im Dorf eingesammelt wurden um Wolle oder Kleidung schwarz einzufärben. Der 'Aguardente de Medronhos' (Feuerwasser aus der Frucht des Erdbeerbaums) war in diesem Dorf sehr beliebt und berühmt. Als erstes wurden die Früchte gepflückt, in ein Fass gegeben und ein bis eineinhalb Monate ruhen gelassen. Dann wurde das Mus ein Monat lang jeden Tag umgerührt. Das Branntwasser wurde in einem 'Alambique' (Schnappsbrennerei) hergestellt und dazu brauchte man 3 bis 4 Stunden um eine gute Qualität zu erzielen.
Sr. Aníbal erzählte uns, dass während des ersten Weltkriegs sein Vater, António de Matos, Telegrafierer in einer unterirdischen Höhle in Frankreich war. Seine Familie hörte das Gerücht, dass alle in Frankreich stationierten Portugiesen im Krieg ums Leben gekommen seien, und so trauerten sie und kleideten sich in Schwarz. Aber eines Tages kam António de Matos, im Alter von 20 Jahren, auf dem Bahnhof in Serpins an und machte sich zu Fuss auf den Weg in sein Dorf. Als er Zuhause ankam und seine Familie überraschte waren alle überglücklich ihn am Leben zu wissen. Wenig später, wie so viele andere Leute der Region, ging António de Matos nach Lissabon um eine Arbeit zu finden.
Sr. Aníbal war während 45 Jahren ein aktives Mitglied der Casa do Concelho de Góis in Lissabon. (Dies ist eine Institution in Lissabon wo Leute mit der Herkunft vom Concelho von Góis sich treffen und Wege diskutieren wie man am besten die Entwicklung und Verbesserungen in den fünf Freguesias unterstützen kann – diese Tätigkeiten sind hier als eine Bewegung des Regionalismus bekannt.) Er sorgte für viele Verbesserungen in seinem Heimatdorf Sacões und 1962 organisierte er den Anschluss an die Elektrizitätsversorgung und eröffnete das öffentliche Waschhaus. Wenige Zeit später wurde die Strasse gemacht, mit Hilfe der örtlichen Bevölkerung, welche nun von Conhais nach Cerejal und weiter nach Vila Nova do Ceira führt. Vorher gab es nur einen alten Feldweg, der über den Hügel nach Portela de Albergaria und nach Candosa führte.

 
Sacões de Baixo
 
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  Updated 5 November, 2008