The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

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Die Region – Góis und Umgebung





 
 

 

 
 

Der Orangenbaum
Der Orangenbaum

Der Orangenbaum

Örtliche Geschichte

Örtliche Geschichte

Die Beziehung zu Portugal

Es existiert ein weitverbreiteter Glaube, dass es Portugiesische Händler gewesen sein sollen, die im frühen 16. Jahrhundert als erste die "süsse Orange" von Asien (einige behaupten von Indien, andere sagen von China) nach Europa brachten. Die “süsse Orange” löste die bis dahin (über 500 Jahre lang) in Südeuropa angebaute Persische Bitterorange ab.

Es wird eine Geschichte erzählt, dass es der Portugiesische Entdecker Vasco da Gama gewesen sein soll, der eine Orangenbaumwurzel  aus China nach Portugal brachte und dass alle Orangen von Portugal, Spanien und Frankreich von diesem einzigen Baum abstammen sollen, welcher immer noch in Lissabon erhalten ist. Wahrscheinlicher aber ist es, dass Portugiesische Seemänner und Händler Pflanzen und Samen von Orangenbäumen von ihren Reisen zurückbrachten, um diese in ihren eigenen Gärten anzubauen.

 

 
  Die Beziehung zu Portugal

Es ist bekannt, dass Portugal für die Einführung des Orangenbaums in den Südstaaten der USA und in Brasilien verantwortlich ist – zwei der aktuell grössten Orangenexportländer.

 
 

Interessanterweise haben viele Sprachen in und um Europa verschiedene Wörter für die bittere und für die süsse Orange geprägt, und in manchen Fällen ist das Wort für die süsse Orange fast synonym mit dem Wort für das Land Portugal!

Zum Beispiel:

Griechisch – portokali   (πορτοκάλι) - Portugal ist Portogalia (Πορτογαλλία)  
Persisch – porteghal
Türkisch – portakal
Bulgarisch – portokal (портокал)

Arabisch -  برتقال (burtuqaal) es gibt kein "p" im Arabischen, und in Fremdwörtern wird es gewöhnlich zu "b" . Das Wort für "Portugal" ist البرتغال (al-burtugh
aal)
In Brescia, Nordtitalien, wird im örtlichen Dialekt das Wort "portugai" bezüglich einiger Fruchtarten gebraucht.

Das deutsche Wort "Orange" jedoch stammt vom Sanskrit nāraga  "Orangenbaum", von welchem auch das portugiesische Wort für Orange - "laranja" kommt. Von diesem Wortstamm aus haben viele andere Sprachen ihr Wort für die Bitterorange gebildet.

Der Orangenkrieg

Es war ein Gefecht von kurzer Dauer das 1801 stattfand als Frankreich und Spanien ihre Waffen gegen Portugal erhoben. Im Jahr zuvor hatte Napoleon Bonaparte von Portugal, welches Allierter von Britannien seit dem Vertrag von 1373 war, verlangt, im Krieg gegen Britannien in eine Allianz mit Frankreich zu treten, und in diesem Prozess einen grossen Teil seines Territoriums an Frankreich auszuhändigen.

Portugal lehnte weise ab und im April 1801 marschierten französiche Truppen in Portugal ein, welche bald schon von spanischen unterstützt wurden. Unglücklicherweise wurden die Portugiesen in einer Schlacht bei Olivença, nahe der spanischen Grenze, besiegt. Später pflückte der spanische General Godoy in der nahegelegenen Stadt Elvas Orangen und sandte diese der Königin von Spanien mit den Neuigkeiten seines Sieges. Von da an wurde dieser Konflikt als Orangenkrieg bekannt!


 
  Örtliche Geschichte  
     
  Das d/limonen Molekül

Während des Zweiten Weltkrieges errichteten die Deutschen (mit Unterstützung von Salazar, der Pro-Nazi war) im Dorf von Ponte do Sótão eine kleine Fabrik im Innern eines Hauses, um aus den lokalen Orangenschalen Kerosene herzustellen.

Das Hydrokarbonat d/limonen, in den Orangenschalen enthalten, wurde durch Erhitzen von grossen Mengen von Orangenschalen und folgender Destillation des Öls gewonnen. Das Öl besitzt ähnliche Eigenschaften wie Benzol.

Wir wissen, dass noch während des Zweiten Weltkrieges das Gebäude abgerissen und die Anlage und Einrichtungen verkauft wurden. Daraus können wir schliessen, dass dieses Unterfangen nicht rentabel war.

Das d/limonen Molekül

 
 
  Zitronen  
     
 

Die Mauren haben während ihrer Eroberung der Iberischen Halbinsel als erste die Zitronen nach Portugal gebracht. Um das 13. Jahrhundert herum hatten sich die Zitronen im ganzen Land schon gut etabliert.

Als einmal realisiert wurde, dass der Mangel an frischen Früchten in der Ernährung (im Speziellen Vitamin C, wie wir heute wissen) Skorbut bei den Seeleuten verursachte, fand man heraus, dass Zitronen diesem Mangel entgegenwirken konnten. So nahmen die Portugiesischen Seeleute auf ihren Reisen um den Globus stets Zitronen mit, und von dessen Samen schlugen Zitronenbäume auf der ganzen Welt ihre Wurzeln.

Im 21. Jahrhundert ist es die Lissabon-Zitrone, von Portugal eingeführt, welche eine der drei Hauptsorten, der in Australien in Gärten angepflanzten Zitronenbäume ausmacht, und diese ist auch eine der meistverbreitesten Sorten in den USA. Zunehmend hat man herausgefunden, dass die Zitrone eine Anzahl von nützlichen Eigenschaften hat, einschliesslich der Phytochemikalien – Pflanzeninhaltsstoffe die helfen, Krebs- und Herzkrankheiten zu bekämpfen.

Vielleicht haben die Kurtisanen auf dem Pariser Hof von Louis XIV gut daran getan "süsse Orangen und Zitronen von Portugal als Dankeschön" anzunehmen?

In der Umgebung der Region Góis wachsen Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäume. Sogar in den Bergen, Dörfer auf einer Höhe von 800 m.ü.M. und mehr haben immer noch produktive Orangenbäume mit süssen Früchten. Aber Vorsicht! Als ich im März gemütlich durch ein Bergdörflein spazierte, kam ich an einem grossen über und über mit reifen Früchten behangenem Orangenbaum vorbei. Dummerweise streckte ich mich, um eine einzige Frucht zu erreichen und zu pflücken. Da ich mich mit dem Orangenpflücken nicht auskannte, zog und zerrte ich nur an dieser, und dies hatte zur Folge, als der Ast zurückprallte, dass 'Hunderte' von Orangen auf den Boden purzelten. Aber das Schlimmste kam erst noch – ich realisierte, dass die Besitzerin, eine stämmige Portugiesin nur wenige Meter entfernt von ihrem Baum stand...

 
     
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  Updated 7 April, 2008
 
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