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Die Strassen, Pfade und Wege nach Santiago de Compostela waren geschichtlich gesehen tatsächlich so viele, dass es möglicherweise über unsere Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts hinaus geht, alle zu entdecken. Von Forschungen und Untersuchungen wissen wir, dass das Städtchen Góis, wie es stolz durch St. Jakobs Schwert am Hang proklamiert, an einer dieser alten Pilgerrouten liegt

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Von ganz Europa (und darüber hinaus) machten sich von der Mitte des 10. Jahrhunderts an mittelalterliche Pilger auf ihren Weg zu Schiff, zu Pferd, zu Esel, aber vor allem zu Fuss, den Schrein von St. Jakob zu erreichen – auch bekannt als Santiago Matamoros – Der Schlächter der Mauren.
An den heiligen Jakob wird erinnert als einer von Jesus‘ Schülern, von dem gesagt wurde, er seie während seiner Zeit als Ministrant nach Portugal gekommen und habe die Botschaft des Herrn (von Liebe und Verzeihen – nicht von der Ermordung der "Heiden") auf dem Monte Santiaguiño gepredigt. Um 44 n.Chr. hingerichtet, wird erzählt, dass zwei seiner Anhänger seinen Körper zu Schiff von Jerusalem nach Galizien brachten, und auf die Einladung hin von Königin Lupar, eine der ersten verzeichneten zum Christentum konvertierten, in der Nähe des Platzes, der nun seinen Namen trägt, beerdigten.
Es gibt mindestens zwei Versionen über die etwa 800 Jahre spätere Gründung von Santiago de Compostela:
Einige behaupten, dass die Reliquien von St. Jakob im Jahre 835 von Theodomir, Bischof von Iria Flavia, entdeckt wurden, welcher von einem Stern zur Stelle geführt wurde, wo diese lagen.
Andere sagen, dass um 820 herum ein Eremit, Pelayo, der im Wald von Libredon (der alte Name von Santiago de Compostela) lebte, Zeuge eines Sternenregens auf der Stelle, wo St. Jakobs Reliquien begraben lagen, wurde.
Beide Versionen teilen die starke Präsenz des Sterns, und es ist möglich, dass dies der Ursprung ist wie Compostela (eine Zusammenfügung von Campus Stellae "Ebene der Sterne" ) seinen Namen erhielt.
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Die meisten Quellen stimmen überein, dass der Zeitpunkt dieser 'Entdeckung' passend war, zumindest für die christliche Reconquista, in ihrer Mission, die Mauren zu verdrängen. Mit einer schrecklichen Ironie wurde der Apostel von Christus als Schlächter der Mauren wiedererfunden – ein Ritter auf einem weissen Pferd, der einhändig islamische 'Ungläubige' abschlachtete.
Aus welchem Grund auch immer, sei es wegen seiner neugefundenen Reputation als "Verteidiger des Glaubens" oder vielleicht im Andenken an seinen Ursprung als Apostel Christi, wuchs der letzte Ruheort von St. Jakob vom Brennpunkt eines lokalen Galizischen Kultes, über mehrere Jahrhunderte zu einer Destination für Pilger, nach Jerusalem und Rom die drittbedeutendste. Nachdem diese nach ihrem Höhepunkt an Popularität im 15. Jahrhundert etwas an Bedeutung verlor, hat im späten 20. Jahrhundert und anfangs des 21. Jahrhunderts ein immenses Revival an Interesse an den "Wegen von St. Jakob" stattgefunden. |
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Gemäss der keltischen Legende, war dieser nordwestliche Winkel Iberias der Ort, wo die Seelen der Toten sich versammelten, um der Sonne über die See zu folgen, und es scheint durchaus wahrscheinlich, dass dieses Gebiet eine tiefe spirituelle Bedeutung hatte, schon tausende von Jahren bevor der heilige Jakob vorbeikam.
Das keltische Heidentum, welches ein hochentwickeltes System von Glauben und Praktiken hatte, war seinerseits auf einer Religion der megalithischen Kultur aufgebaut. Es gibt jede Menge von Beweisen von Riten aus dem Megalithischen Zeitalter, die auf den Sonnenkult hinweisen, und eine der wichtigsten keltischen Gottheiten war die dreifache Gottheit Brigid, "die strahlende", Göttin der Sonne, welche das neue Keltische Jahr brachte, wenn sie das Feuer der Erde entzündete.
Die Römer adoptierten Brigid als Sie nach Iberia kamen und verehreten sie als Dea Brigantia. Man nimmt an, dass viele Orstnamen von ihr herführen, einschliesslich der Spanischen Stadt von Betanzos, nur 26 km nordöstlich von Santiago de Compostela gelegen.
Was ist nun aber die Beziehung zwischen der Gottheit Brigid und den Pilgern von St. Jakob?
Die Jakobsmuschelschale, die Vieira, das Symbol der Venus – heilig für Brigid und auch das Emblem, dass die Anhänger des Kultes von St. Jakob identifiziert. (Gemäss einer Legende, wurde sein Körper, verloren im Meer auf seinem Weg nach Spanien, unversehrt an Land gespült, und bedeckt von Jakobsmuschelschalen).Die Jakobsmuschelschale, mit wundersamen Kräften behaftet und von mittelalterlichen Christen als Amulett gegen Flüche und Plagen verwendet, geht auf eine Religion von viel, viel früherer Zeit in diesem Land zurück. |
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Die Góis Real Estate Company arbeitet gemeinsam mit Professor João Alves Simões daran eine Karte hervorzubringen, die die Pilgerrouten durch die Region aufzeigt. Diese Untersuchung läuft gleichzeitig mit der von der Römischen Strasse, die durch Góis verläuft, da es scheint, dass zwischen den beiden eine Verbindung besteht. Wir hoffen Orte entlang dieser Route identifizieren zu können, die von geschichtlichem Interesse sind und die die sozialreligiöse Bedeutung des Städtchens Góis erklären können. |
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Updated
31 March, 2008
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