The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

Wir über uns
Die Region – Góis und Umgebung







Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung  
Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung
 

 

 
  Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung
Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

Der Olivenbaum

Olivenbäume gehören zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen der Welt. Der botanische Vorfahre des Olivenbaums ist nicht genau bekannt, aber  es wird angenommen, dass dieser vom Oleaster Olea Sylvestris abstammt, welcher immer noch wild in Nordafrika, Portugal, Südfrankreich, Italien und am Schwarzen-, und Kaspischen Meer wächst. Genetische und Archäologische Studien weisen darauf hin, dass das ursprüngliche Zentrum des Olivenbaumanbaus in den heutigen Ländern von Israel, Libanon, Zypern und Kreta zu suchen ist.

Der Olivenbaumanbau breitete sich um 600 v. Chr. nach Griechenland und anderen mediterranen Ländern aus. Der Olivenbaum wurde wahrscheinlich sowohl von den Römern als auch von den Mauren auf der Iberischen Halbinsel eingeführt. Dies wird uns im Spanischen und Portugiesichen durch den Sprachgebrauch von griechisch-römischen wie auch arabischen Wörtern im Zusammenhang mit Oliven vor Augen geführt. Die Olivenfrucht, zum Beispiel, wird im Portugiesischen "azeitona" genannt, und das Olivenöl "azeite", beides Begriffe, die sich von  arabischen Worten herleiten, währendessen der Baum als "oliveira" bezeichnet wird; dieses Wort stammt vom griechischen "elea" ab.

In der Region Góis ist es wahrscheinlich, dass  der Olivenbaumanbau schon seit über 2000 Jahren kultiviert wird und dieser wurde ziemlich sicher von den Römern eingeführt: Sie bezeichneten diese, die in ihrer Ernährung  tierische Fette an Stelle von Olivenöl benutzten als Barbaren, und breiteten den Olivenbaumanbau unter ihrer Herrschaft übers ganze Römische Imperium aus.

Es ist in der Region Góis möglich über 400 Jahre alte Olivenbäume, oder vielleicht noch viel ältere zu finden. Viele der Olivenhaine wurden vor mehr als 100 Jahren angepflanzt. Obwohl die Anzahl der Olivenbäume auf Grund der wachsenden Beforstung in den letzten 40 Jahren zurückging,  stellen sie immer noch einen natürlichen Reichtum für die Region dar. Die noch existenten Bäume brauchen Schutz und Pflege. Es ist wichtig den Boden rings um sie herum von Gestrüpp und wucherndem Unkraut zu befreien, so dass sie weiterhin aufblühen können.

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

 
   

Die Olivenpresse

 
 

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung


Die Maschinerie zum Olivenpressen und dem Gewinnen des Öls wurde wahrscheinlich von den Römern in die Region gebracht. Es ist auch wahrscheinlich, dass die Technologie zur Ölgewinnung über all die Jahre bis zur Einführung der elektrischen Motoren und den hydraulischen Pressen grundlegend unverändert blieb.

In der Region von Góis gibt es viele alte an Flüssen oder Bächen gelegene Olivenpressen und in manchen Fällen auch an künstlich angelegten Wasserläufen. Obwohl in den letzten 40 Jahren viele der kleineren Pressen verwahrlosten und zerfielen, gibt es noch einige Gemeinschaftspressen, die immer noch in Gebrauch sind. Das wahrscheinlich beste Beispiel dafür ist die Presse am Fluss Ceira, im Norden von Cabreira, welche immer noch jeden November in Betrieb ist, um aus den lokalen Oliven das kostbare Öl zu gewinnen.

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

Die traditionellen Olivenpressen in der Region benutzen normalerweise ein Wasserrad, welches zwei Granitmühlsteine antreibt, die ihrerseits die Oliven mit samt den Steinen zu Brei zermalmen. Der Olivenbrei wird in gewobene kreisförmige Säcke gegeben. Diese werden aufeinandergetürmt, manchmal durch Metallseparatoren unterteilt, und dann wird gepresst. Traditionell wird ein Kantileversystem angewandt: üblicherweise in Form eines umfangreichen Baumstammes, dessen eines Ende in der Wand der Presse eingelassen ist. Der Stamm, normalerweise mit einem Gewicht von mehr als  1 Tonne,  wird am anderen Ende durch eine hölzerne Schraube angehoben. Der Olivenbrei wird unter dem Stamm in der Nähe des Drehpunkts plaziert und dann wird der Stamm mittels der Schraube gesenkt. Die daraus gewonnene Flüssigkeit ist eine Mischung aus Olivenöl und Wasser. Dieses Gemisch wird nun gefiltert, um durch Pflanzenpartikel verursachte Unreinheiten zu entfernen. Traditionell wird das Öl- Wassergemisch in einem Grossbehälter mit einem gebogenen Boden und einem ganz unten angebrachten Zapfhahn getrennt. Der Trennungsprozess kann durch die Zugabe von sanfter Wärme beschleunigt werden. Nach der Trennung des Flüssigkeitsgemischs steigt das Öl nach oben, das Wasser kann durch den Zapfhahn abgelassen werden, und daraufhin ebenso das Öl.  In den modernen Pressen wird dieser Prozess durch eine Zentrifuge bewerkstelligt.

Die Presse von Cabreira wird von einigen kleinen schmalen Xistogebäuden umringt. Diese dienten dazu, die in den umliegenden Dörfern eingesammelten Oliven zwischenzulagern, um darauf zu warten, gepresst zu werden. Früher wurden die Oliven in den verschiedenen Ortschaften von Ochsenkarren bei ihren jeweiligen Besitzern abgeholt und zur Presse geführt.

Das Olivenpressen und der Aufenthalt in der Presse wurde auch als sozialer Treffpunkt angesehen. Die Leute brachten Essen für sich und die Arbeiter der Presse mit. Bacalhau (Stockfisch), Kartoffeln und Kohl wurde über dem offenen Feuer in dreifüssigen Kochtöpfen gekocht und mit dem frischgepressten eigenen noch warmen Olivenöl grosszügig beträufelt.

Die Geschichte des Olivenbaumanbaus und der Olivenölgewinnung

Dazu wurde eine Menge Wein und Aguardente (Feuerwasser ) getrunken. Man erzählte sich Geschichten, tauschte Neuigkeiten aus und es wurde gelacht und gesungen. Kurzum, es herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Leider wurde das Singen und Tanzen von den modernen Transporten, der neuen genossenschaftlichen Presse von Vila Nova do Ceira und dem Lärm der Zentrifuge, abgelöst.

 
 
        
   


 
    Gois  
   


 
 
Das Portal zur Geschichte der Region GóisSommerfesteDie Petroglyphen der Pedra LetreiraDie ersten Zeichen des FrühlingsDie Geschichte des Olivenbaumanbaus und der OlivenölgewinnungDie Steine von Mestras
Das mittelalterliche Städtchen GóisMagustos HerbstfesteSommerschwimmplätzeKartenGoldschürfen im Ceira TalDie Flora und Fauna der Region
Der Weg nach Santiago de CompostelaEin Spaziergang im WaldReiten in der Region GóisDer OrangenbaumForellenfischen im kristallklaren WasserDie Geschichte der Weinrebe
Die Legende von CandosaGóis, damals und heuteDie Geschichte der GletscherKunst made in Góis
 


 
   
  Updated 31 March, 2008
 
webmaster