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Die Steine von Mestras  
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Die Steine von Mestras
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Die Steine von Mestras

Die Steine, welche nach dem Dorf Mestras benannt wurden befinden sich ganz oben am Hang und sind in ihren Schriftzeichen ganz verschieden von denen nur 3 km entfernt gelegenen von Pedra Letreira. Es ist zum Beispiel bemerkenswert, dass die Symbole in den Stein gehämmert wurden und nicht vorsichtig eingraviert, wie bei den Steinen von Pedra Letreira.

Tatsächlich sind oberhalb von Mestras drei separate Steine anzutreffen, jeweils mit etwas Abstand zwischen ihnen und zusammen als 'Pedras Riscadas' (markierte Steine) bekannt. Jeder Stein hat seinen individuellen Namen: der erste ist Pedra das Sertãs, der zweite ist Pé Ferreiro (der Fuss des Schmiedes) und der dritte wird O Cabeceirinho (das kleine Kopfende)genannt.

Die Steine von Mestras

Obwohl angenommen wurde, dass diese Steine von der Bronzezeit stammen und somit jünger als die von Pedra Letreira sind, stellt in Wirklichkeit jeder andere Vermutungen auf, wer die Markierungen erstellt hat und zu welchem Zeitpunkt sie in den Steinen hinterlassen wurden. Im Allgemeinen gilt, was die Petroglyphen angeht, die Theorie, dass die frühesten Steingravuren naturalistische Jagdszenen, Jäger und Tiere darstellen und dass die Kunstwerke, als das menschliche Vorstellungsvermögen zunehmend abstrakter wurde, mit dem  Laufe der Zeit mehr und mehr einen symbolischeren Charakter bekamen

Die Steine von Mestras

Es gibt da einige offene Fragen, was die Steine von Mestras betrifft, namentlich: Warum sind sie so verschieden von den Steinen von Pedra Letreira? Was ist die Bedeutung des viergeteilten Kreises? (Ein Symbol das auf der ganzen Welt vorkommt, z. B. in Nordamerika, Australien und dem Keltischen Europa.) Ein weiteres Zeichen taucht wiederholt auf, sechs durch einen Aussenring definierte Punkte, das eine Ähnlichkeit mit der frühen Kuneiform (alte Schreibform mit Ursprung in Mesopotamien) aufweist. Wie auch bei den Gravuren von Pedra Letreira gibt es eine andere mögliche Interpretation, dass diese Formen Symbole in Verbindung mit der Alteuropäischen Religion der Götinnenverehrung sein könnten. In ihrem Buch 'The Language of the Goddess' stellt Marija Gimbutas das mit einem Kreuz markierte 'Ei' Motiv als, wie angenommen wird, ein altes Symbol der Regeneration dar. Überdies, zeichnet sie das abstrakte Bild von sechs in einem Kreis beinhalteten Punkten, von Gräbern der Bretagne auf, das in Relation zum Mondzyklus und zu der Eulengöttin des Todes steht ( ein Bild, gefunden auf Xisto Platten in Durchgangsgräbern von Zentralportugal aus dem späten Neolitikum.
Es gibt noch vieles, was wir nicht wissen oder nicht verstehen in Anbetracht der Steine von Mestras, aber offensichtlich ist es, dass dieses Gebiet für die prähistorischen Siedler der Region Góis von grosser Bedeutung war und womöglich sogar heilig war.

 

 
 

Die Steine von Mestras

Die Steine von Mestras

Wegbeschreibung:

Wenn Sie von Góis her kommen, nehmen Sie die N2 in Richtung Pampilhosa da Serra. Folgen Sie dieser Strasse etwa 18 km weit. Zu Ihrer Rechten werden Sie nun ein Strassenschild mit der Aufschrift Mestras erblicken. Die Strasse zum Dorf führt steil bergab. Parkieren Sie ihr Auto in der Ortschaft. Oberhalb des Dorfes, bei der Picknickanlage, führt ein schmaler Weg talaufwärts. Oberhalb des Weges in der Nähe der Elektrizitätsmasten befinden sich zwei der 'Pedras Riscadas'. Aber das Gebiet ist bewaldet und sie sind deshalb nur schwer zu finden!

Einfacher erreichen Sie die Steine, indem Sie weiter entlang der N2 fahren, dann auf der N112 in Richtung Pampilhosa da Serra für ca. 1 km weiterfahren, wo zu Ihrer Linken eine Strasse zu einem grossen Elektritätswerk führt. Folgen Sie dem Weg rechts von Ihnen, welcher die Zufahrtsstrasse für den Windturbinenpark von Mestras ist, ungefähr 1 km lang, bis vor Ihnen eine starke Steigung beginnt. Vor dieser befindet sich links von Ihnen ein kleiner Parkplatz (nicht zu verwechseln mit den Parkplätzen auf der rechten Seite bei den Windturbinen.) Stellen Sie hier Ihr Auto ab. Die Steine befinden sich ca. 80m hangabwärts von der Windturbine Nr. 14. Neben den Steinen steht ein kleiner, trockener Pinienbaum, der Ihnen wohl am besten als Wegweiser dient!


Merke: Achten Sie bitte beim Besuch der Petroglyphen darauf, dass Sie nichts beschädigen.

 
       
        
   


 
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  Updated 20 May, 2008
 
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