![]() |
![]() |
|||
![]() |
||||
|
||||
![]() |
Das Klima von Góis wird durch drei Hauptphänomene beeinflusst: dem Atlantischen Ozean und der Nordatlantischen Drift; dem Kontinentalen Hochdruck über der Iberischen Halbinsel; und den lokalen Bergketten.
|
|||
|
Wir wussten schon von Anfang an, dass es schwierig sein würde den richtigen Zeitpunkt zu finden, um auf dieser Webpage mit den Einträgen zu beginnen – während der letzten zwei Wochen flogen Hummeln in der warmen Nachmittagssonne herum, und der grosse, alte Kamelienbaum hat begonnen seine karmesinfarbenen Blüten zu zeigen. Aber ist das der Frühling? Seit drei Tagen nun hat die Temperatur an den Südhängen 20ºC erreicht und die Amseln haben ihren morgendlichen Gesang verändert um die neue Jahreszeit anzukünden. Aber der Grund warum wir gerade heute mit unseren Einträgen begonnen haben, liegt an einem kurzen Spaziergang in den Hügeln wo ich einen gerade frisch aus der Puppe geschlüpften grüngelb leuchtenden Kleopatrafalter sah, der über dem Pfad vor mir entlag flog. 21/01/08 Heute morgen war ich mit dem Historiker von Góis draussen um die Legende von Candosa weiter zu untersuchen, und schaute auf das Gebiet wo die beiden Flüsse, Ceira uns Sótão zusammenkommen bevor sie durch die Felsschlucht der Candosa fliessen. Entzückt sah ich einen Eisvogel flussaufwärts fliegen, welcher für einen kleinen Moment auf einem überhängenden Ast ein kleine Pause einlegte. Als ich einem alten Bewässerungskanal entlang lief, beobachtete ich mehrere farbige sich in der Sonne wärmenden Frösche, bevor diese sich, als ich mich näherte, geräuschvoll ins Wasser fallen liessen. Die Temperatur war um die 19ºC. Der jüngste warme Zeitabschnitt bringt die Waldpflanzen hervor – Heute habe ich das erste violette Veilchen gesehen und eine Waldpflanze ähnlich dem Klee formt leuchtend grüne Flecken zuf dem Waldboden. Das Wetter über die zwei letzten Tage hielt sich warm. Wir haben unsere Nachforschungen über die Legende von Candosa weitergeführt und schlussendlich habe ich mich heute in brusthohe Fischerstiefel gezwängt und machte mich auf flussabwärts nach Beweisen Römischer Tätigkeit zu suchen. Das ist alles gar nicht so einfach, wenn Sie in solch ungemütlich schweren Stiefeln stecken, aber wir fanden grosse Quartzit Blöcke welche wahrscheinlich von den Römern in die Seite der Felsschlucht hineingebaut wurden, und was wahrscheinlich auch der Legende ihren Ursprung gab. Ein weiterer schöner Frühlingstag – in der Mitte des Nachmittags erreichte die Temperatur 21ºC. Unter unserem Haus im Olivenhain war unser Nachbar beschäftigt mit einer Sichel das junge Gras als Futter für seine Ziegen zu mähen. Auf der Fahrt nach Lousã zeigten sich die ersten gelben Blüten der Akazienbäume und in einem alten Garten im Zentrum von Lousã fand ich leuchtend goldene Narzissen. In Góis vor dem Café May Tay leuchteten zum ersten Mal in diesem Jahr die roten Sonnenschirme, um den Leuten die kurzärmlig auf der Gartenterrasse ihren Nachmittagskaffee tranken, Schatten zu spenden. Auch auf das Risiko hin etwas langweilig zu klingen – heute war ein weiterer sonnig warmer Tag von ungefähr 19ºC. Diesen Morgen bin ich früh ausser Haus gegangen um im Dorf von Bordeiro einige Fotos zu machen, während untem im Tal über Nacht ein grosser Frost lag und Nebelschwaden vom Fluss aufstiegen. Später als ich in Caselhos Fotos für die Website schoss und gegen das Tal von Ponte do Sótão herabschaute, konnte ich am Hang Mimosenbäume (Akazienbäume) entdecken die langsam ihre Blüten öffnen. Im Dorf von Portela waren die Einwohner fleissig auf ihren Feldern am arbeiten. Gegen Mittag sonnten sich kleine Eidechsen an und auf den Mauern – die ersten in diesem Jahr. Durch die Wärme und dem Sonnenschein der letzten Tage haben die süssen Orangen begonnen zu reifen. Gestern hat das Wetter etwas abgekühlt. Als die Sonne aufging kam ein silberner Schein auf dem Gras unten im Tal zum Vorschein, was, wie sich herausstellte nicht Tau, sondern Rauhreif war. Als ich meine Kinder zur Schule fuhr zeigte mir das Autothermometer eine kühle Aussentemperatur von 3ºC an, gegen Mittag hin aber begann die Temperatur bis auf 18ºC anzusteigen. Seit wir nach Portugal gezogen sind haben wir schon einiges der fantastischen Flora und Fauna gesehen, heute aber waren wir entzückt nicht ein wildes Tier, sondern zum ersten Mal einen arbeitenden Ochsen zu sehen, welcher geduldig wartete während sein Karren mit Farnen beladen wurde. Noch vor einigen Jahren wurden in dieser Region noch viele Ochsen zur Arbeit gebraucht, aber heute wird dies zunehmend seltener. Heute war ein guter Tag zum Fotografieren mit blauem Himmel und einem warmen Dunst der die entfernteren Hügel blau erscheinen lässt. Glucklicherweise hatte ich die Kamera dabei als wir den Ochsen trafen. |
|||
|
Heute ist der Himmel grau und es ist kühler, etwa 16°C. Ich sehe zu meinem Bürofenster hinaus und beobachte sechs Dorfbewohner, die das etwas weiter unten liegende Terrassenfeld umgraben, um es auf die Frühlingssaat vorzubereiten. Im Städtchen Góis fand heute der Karneval statt. Zu diesem Anlass haben sich alle Schulkinder der Region Góis in lustige Fantasiekostüme gekleidet und gehen gemeinsam konfettiwerfend durch das Städtchen. Die Strassen sind gesäumt von Menschen, die die jüngere Generation anlächeln, vor allem die Kindergärtner, die als Bäume und Sonnen verkleidet sind. Heute war ein nasser Tag. Und zwar nass im wahrsten Sinne des Wortes! Wir sind vom Klang des auf das Dach prasselnden Regens aufgewacht, und haben über den Morgen den Wolken zugesehen, wie sie über die Berge und Hügel steigen, um später ihr Wasser über uns zu giessen. Einmal gab es eine kurze Aufhellung und es hörte für 10 Minuten sogar auf zu regnen und die Sonne kam hervor. Ich Narr habe daraufhin die Wäsche draussen aufgehängt. Das nächste das ich wahrnahm war, dass es wieder zu regnen begonnen hatte, und diesmal stärker als je zuvor und zwar ohne Unterbruch. Was mich beruhigt ist das Wisssen, das dies die Flüsse und Bäche auffüllen wird und somit dieser Teil Portugals so wunderbar grün bleibt. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir diese Seite in den letzten Tagen nicht aktualisiert haben, aber wir waren so sehr mit der Übersetzung der Website ins Portugiesische beschäftigt. Das Wetter hat sich seit diesem Regen gebessert und es ist wärmer geworden, heute ist es um die 21°C. Unten am Fluss haben die alten das Flussufer einrahmenden Erlen begonnen ihre Kätzchen zu verlieren – vor einigen wenigen Tagen noch waren diese gelb behangen und nun treiben die Kätzchen einsam flussabwärts. Jetzt fühlt es sich wirklich nach Frühling an. Überall blühen gelbe Blüten und in den Wäldern spriessen seltsame grüne Blätter aus dem Boden hervor. Vor der geöffneten Schiebetür meines Büros kann ich eine grüne Eidechse beobachten, die hin- und her huscht und gelegentlich stehenbleibt, um neugierig hereinzustarren. Es war so trocken in den letzten vier Tagen, dass die Pinienzapfen sich nun wieder geöffnet haben und unten wühlen Amseln geschäftig in gefallenem Blattmaterial herum und machen dabei einen Lärm, der bei weitem ihre Grösse übertrifft. Heute war der wärmste und lieblichste Tag dieses Jahres bis zu diesem Zeitpunkt. Wir haben alle Fenster und Türen speerangelweit geöffnet und der Duft der Mimosen, die nun um uns herum in Hülle und Fülle blühen, wehte mit dem Windhauch in unser Haus herein. Es ist ein Hochgenuss im Februar barfuss ums Haus herum zu wandern und in Sandalen und nur mit T-Shirt bekleidet auszugehen. Ich war freudig überrascht, dass hier in Portugal Narzissen wachsen, vielleicht nicht in dieser Fülle wie in Teilen der Britischen Inseln, aber man trifft sie in vielen Gärten und an den Strassenseiten an und sie sehen so frisch aus. Die exotischere Magnolie blüht nun in Coimbra und überall sieht man Kamelien. Aber das erstaunlichste und verblüffendste ist, dass hier die Farbe niemals von der Landschaft gewichen ist, während des ganzen Winters hingen Orangen und Zitronen an den Bäumen und stets blühen irgendwelche Blumen. 09/02/08 An diesem Abend in der Dämmerung gegen Süden hin erblickte ich die sehr dünne Sichel des zunehmenden Mondes – welche mich dazu brachte den Himmel zu erwähnen. Wegen der nicht vorhandenen Verschmutzung durch Licht und Industrie ist der Himmmel in dieser Region nachts einfach wunderbar, (und frühmorgens wenn sie zeitig genug auf sind, um es zu sehen) und vor nur wenigen Minuten schoss ich dieses Bild: An jedem Wochentag während des Monats Februar lasse ich mich mit der kleinen Bahn nach Coimbra bringen, um dort an der Universität einen Portugiesischkurs zu besuchen. Die Bahn windet sich durch die Landschaft und hält während ihrer Fahrt in einigen kleinen Ortschaften an. Dies ist eine wundervolle Möglichkeit die Gegend und Landschaft in Musse zu betrachten. Mir ist in den letzten Woche aufgefallen, dass die Mandelbäume nun in Feldern, Gärten und auf den Dorfplätzen ihre zarte rosane Blütenpracht präsentieren. Um unser Haus herum können wir die frischen grünen „Geigenschnecken“ der Farne durch den Boden spriessen sehen, die sich beginnen einzurollen. Letzte Woche wiegte ein warmer, starker Wind die Bäume hin und her und brachte etwas Regen mit sich und das Versprechen nach mehr – aber es stellte sich heraus, dass es nichts weiter als ein starker Regenguss war, und ab und zu konnte man ein lautes, sonderbares Gewittergrollen in der Entfernung hören. Der Himmel aber zeigte sich in den letzten Tagen weiterhin von seiner interessanten Seite, da grosse Cumuluswolken sich über den Hügeln versammelten und gelegentlich einen flüchtigen Blick auf einen Regenbogen erhaschen liessen. Aber das Eindrücklichste in dieser Woche war der Mond, wie er voll und grandios am Firmament über dem Ceira Tal strahlte, als wir frühmorgens zu unserem Schlafzimmerfenster hinausschauten. |
|||
|
Es ist unglaublich wie schnell die Zeit verfliegt, schon bald ist Ostern. Die letzten paar Wochen waren wir bis über beide Ohren beschäftigt. Wir haben einen Portugiesisch Intensivkurs besucht, Samen in kleine Beete gesät um später dessen Setzlinge in unserem Gemüsegarten zu pflanzen und waren draussen in den Dörfern unterwegs um von den Bewohnern Informationen über diese zu sammeln und um weiter unsere Fotosammlung auszubauen, welche wir Ihnen mit Freude auf unserer Website präsentieren. Das Portugiesischlernen geht stossweise voran, aber es fühlt sich gut an sich vermehrt mit der Sprache und denen die sie sprechen vertrauter zu fühlen und dies bringt uns unserem Ziel, die Maklerlizenz für den Immoblienmarkt zu erhalten, näher. Das Setzen und Keimen der Samen war, wie sich herausstellte, überhaupt keine Hexerei und wie von Zauberhand spriesst alles – ganz zu meinem Erstaunen, da ich vorher stets in extrem nördlichem Klima gelebt habe – und es scheint gar nichts zu geben, was hier nicht wächst! Bis jetzt haben wir mit der Saat von Auberginen, Paprikas, verschiedenartigen Chillies, Zucchini, Pâtissonkürbissen und anderen Kürbisarten, verschiedenen Tomatensorten, Gartenwicken, Basilikum, und wahrscheinlich anderen Pflanzen, an die ich mich nicht erinnere, begonnen. Einige dieser Samen waren sechs Jahre alt, aber bis jetzt keimten alle, und schossen mit einer solchen Kraft hervor, dass wir auf unseren Fenstersimsen fast keinen Platz mehr haben. Draussen fühlt es sich an wie im Spätmai in Grossbritannien. Wir geniessen weiterhin tagsüber den lieblichen warmen Sonnenschein (anscheinend war dies einer der mildesten je registrierten Winter) und überall wo wir nur hinschauen erblicken wir den weichen rosa Nebel der Pfirsichblüten und der schneeweissen Pflaumenblüten zwischen den Olivenbäumen. Die Mimosenblüten haben begonnen zu welken, deren Duft jedoch schwebt immer noch in der Luft – Auf Grund des wenigen Frostes und Regens haben die Akazien in diesem Jahr in einem ausserordentlichen Ausmass geblüht. Bei unserem Besuch in den Dörfern waren dessen Einwohner auf den Feldern mit dem Umgraben, Pflügen, Säen oder Pflanzen für die nächste Wachstumssaison beschäftigt. Es ist nun an der Zeit die Bohnen zu säen und die Kartoffeln zu setzen. Hoch oben in den Bergen ist die Vegetation noch nicht so weit, aber die Hügel verwandeln sich nun violett auf Grund des frühlingshaften Gewandes des Heidekrauts und die Bienen ziehen geschäftig ihren Vorteil aus den wilden Bergblüten und stellen einen der reinsten und reichsten aromatischen Honige der Welt her. P.S. Vielleicht sollten wir diesem Tagebuch nun einen anderen Namen geben, da wir soeben realisiert haben, dass wir unsere selbstgesetzte Begrenzung des Frühlings erreicht haben – die Ankunft der Schwalben. Unten im Städtchen Góis haben wir gesehen wie die Schwalben unter den überhängenden Dachkanten und Dachrinnen fliegen und konnten das aus ihren Nestern kommende Piepsen hören. Sind dies nun also schon die ersten Zeichen des Sommers? Aber zur gleichen Zeit gibt es doch noch gelegentlichen Nachtfrost ... und wie man sagt, eine Schwalbe allein macht noch keinen Sommer!
|
|||
|
||||
|
||||
|
|
|
|||
| Updated 31 March, 2008 | ||||