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Im späten Herbst beginnen in der Umgebung von Góis die Kastanienbäume ihre Früchte fallen zu lassen – die Kastanien. "Magustos" oder das Rösten von Kastanien in örtlichen Gemeinschaften, Schulen, Tageszentren und in Versammlungen mit Freunden gehen auf eine Tradition zurück, die dem Christentum um Jahrhunderte vorangeht. Beim "Magusto" werden die Kastanien auf einem Bett von Piniennadeln geröstet und sobald sie soweit abgkühlt sind, dass man sie schälen kann, sofort gegessen. Es gibt da den etwas rauen Brauch, bei welchem die Leute ums Feuer kauern, um ihre Kastanien aus dem Feuer zu fischen und sich danach gegenseitig mit Asche das Gesicht beschmieren! Dies ist die Zeit in welcher der neue Wein, oder Jeropiga, getrunken wird. Jeropiga ist ein süsser angereicherter Wein.
Die Magustos werden mit den Allerheiligen (1. November) und dem St. Martins Tag assoziiert. Die Legende von St.Martin erzählt, dass dieser im 4. Jahrhundert ein Römischer Soldat war, der in Amiens (Frankreich) auf einen Bettler traf, und weil das Wetter miserabel war und der Bettler unbekleidet, teilte er seinen Mantel in zwei Hälften und schenkte ihm eine. Er starb nach einem Leben voller Wohltätigkeiten, an einem 11. November, was mit den ersten Kastanien der Jahreszeit zusammenfällt– und deshalb entstand die Assoziation (obwohl von einigen auch behauptet wird, dass Kastanien sein Leibgericht waren!) |
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