The Góis Real Estate Company                         Zentral Portugal
 

Wir über uns
Die Region – Góis und Umgebung







Life in Góis   der Blog  
Life in Góis
 

 

 
 

 

 bei Patricia Mayborne

 
 

Life in Góis Nov 2009
Life in Góis Oktober 2009
Life in Góis Sept 2009
Life in Góis August 2009
Life in Góis Juli 2009
Life in Góis Juni 2009
Life in Góis Mai 2009
Life in Góis April 2009
Life in Góis März 2009
Life in Góis Februar 2009
Life in Góis Januar 2009
Life in Góis Dez 2008
Life in Góis Nov 2008
Life in Góis Oktober 2008
Life in Góis Sept 2008
Life in Gois August 2008

Life in Góis Juli 2008

Life in Góis Juni 2008
Life in Góis Mai 2008

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis

Life in Góis


29. November
Es ist Ende November und was für ein Wetter! In einer trügerischen Sicherheit gewogen von Wochen ununterbrochenen blauen Himmels traf es uns wie einen Schlag, als wir feststellen mussten, dass wir auch hier den Winter erfahren konnten. Heute hatten wir ein bisschen von allem – als wir heute morgen die Vorhänge öffneten, begrüsste uns ein riesiger Regenbogen, der sich über das Tal erstreckte. Innert weniger Minuten erstrahlte ein heller Blitz am Firmament, gefolgt von einem lauten Donnergrollen und dann prasselten Hagelkörner auf uns nieder – ganz zur Freude unserer jüngsten Tochter, die nach draussen ging und in diesem Wetterschauspiel tanzte! Etwas später am morgen, als wir nach Góis hinunter fuhren, erblickten wir Spuren von Schneeflecken auf dem dreieckigen Felsvosprung der Peneda und es ging das Gerücht herum, dass sogar in Góis selbst einige Flocken gefallen sein sollen. Es ist in Zeiten wie diesen wo ich so dankbar bin für unseren Kamin und all die Heizkörper, die unser Haus warm und gemütlich halten. Viele portugiesische Häuser haben überhaupt keine Heizung – war das Klima einst vielleicht wärmer? Wahrscheinlich aber konnten sich die Leute einfach den Luxus einer Heizung nicht leisten. Ich war erstaunt, als ich erfahren musste, dass die alte Sekundarschule in Góis im Winter unbeheizt war – als ich vor ein paar Tagen nur zwei Stunden im Gebäude meines Portugiesischunterrichts verbracht hatte, konnte ich mir wirklich nicht vorstellen wie irgendjemand sich längere Zeit bei einer solchen Raumtemperatur konzentrieren konnte. Es kam noch schlimmer, unsere Portugiesischlehrerin erzählte uns, dass früher viele ärmere Kinder, darunter auch ihre eigene Mutter, selbst in den Wintermonaten barfuss zur Schule gingen. Mir schauderte es ab solcher Entbehrung und Not, und ausgerechnet für Kinder, für die die Schule meist schon als solches eine Qual ist. Mein Problem liegt darin meine Töchter zu überzeugen, dass die Temperaturen draussen nahe am Gefrierpunkt sind und dass sie warme Jacken anziehen sollen – sie scheinen immer noch nicht begriffen zu haben dass es jetzt wirklich kalt geworden ist in Portugal!

Life in Góis Life in Góis Life in Góis

18. November
Falls Sie sich jemals gewundert haben wie das Olivenöl aus diesen kleinen harten Früchten gewonnen wird, ist ein Besuch in einer Olivenpresse eine sehr interessante Erfahrung. Heute haben wir in der Olivenpresse der landwirtschaftlichen Kooperative von Vila Nova do Ceira vorbeigeschaut, welche einige Wochen des Jahres während der lokalen Olivenernte in Betrieb ist. Wir sahen dabei zu wie die Oliven zuerst gewaschen, dann zerquetscht wurden bevor sie in einer Zentrifuge geschleudert wurden um das erste kaltgepresste Öl zu gewinnen. Alle Einrichtungen glänzten und der ganze Prozess schien sehr schnell und effizient. Die örtliche Bevölkerung bringt ihre Oliven in Jute- und Plastiksäcken oder in Kisten – der Inhalt wird gewogen und die Leute erhalten den entsprechenden Anteil an Öl, abziehlich eines Prozentsatzes als Bezahlung an die Kooperative. Aber es gab eine Zeit, und das ist noch gar nicht allzu lange her, als alles ein bisschen weniger effizient war und der Pressvorgang etwas mehr von der gemeinschaftlichen Erfahrung abhing. Uns wurde die Gelegenheit gegeben im hinteren Teil des Gebäudes die alte Olivenpresse anzusehen, nun mit Spinnweben bedeckt und unbenutzt, wo die riesige gusseiserne Hydraulikpresse müssig dasteht. Es gibt einen Plan diese alte Presse zu renovieren und als Museumsstück wieder in Betrieb zu setzen – ein, meiner Meinung nach, wirklich lohnendes Vorhaben, da die Oliven stets ein so bedeutender Teil im Leben der Menschen dieser Region waren. Wir verliessen die Presse mit dem Geruch von Oliven in unseren Nasen und einem Behälter mit 5 Litern letztjährigen Olivenöls – und sehr glücklich darüber ein weiteres lokales Produkt nach Hause zu bringen und es dann geniessen zu können.

Life in Góis Life in Góis Life in Góis

13. November
Wir befinden uns jetzt schon Mitte November und geniessen immer noch die wunderschönen warmen Sonnentage. Heute ist Vollmond und am Morgen, als ich um 7 Uhr aufstand, sah ich vor unserem Schlafzimmerfenster einen riesigen runden Mond, der in einem See von Nebel hing. Allmählich begann der Nebel sich aufzulösen und um 8 Uhr sahen wir wie die Wolken sich verzogen und das Tal hinunter wanderten, während der Himmel über uns schon in tiefem Blau erstrahlte. Da der Boden nun feucht und herbstlich ist, fanden wir einige sehr interessante Pilze in den Wäldern und Hecken, in allen Formen, Grössen und Farben. Zur selben Zeit hängen viele Bäume voll von Früchten, einschliesslich Orangen, Mandarinen, Granatäpfel und Khaki – letztere wie Christbaumschmuck hängengeblieben, nachdem die Blätter vom Baume fielen.
Wir haben gerade eben unsere Seiten der Webpage über die Freguesia von Vila Nova do Ceira beendet, einschliesslich einer Seite mit wundervollen Geschichten und Erinnerungen über das alltägliche Leben im Dorf, erzählt von Maria Adelina, einer blinden Frau, die all ihr Leben in dieser Region verbracht hat (abgesehen von den Schuljahren in Lissabon). Wenn Sie Spass haben zu Lesen wie die Leute in den Dörfern lebten, kann ich Ihnen diese Seiten sehr ans Herz legen!

Life in Góis Life in Góis Life in Góis

3. November
In den letzten paar Wochen hat es uns viel Freude gemacht dem bunten Treiben der Vögel draussen vor unserem Bürofenster zuzusehen wie sie genüsslich die Kerne aus den alten Sonnenblumen pickten (diesselben Sonnenblumen, die über den Sommer eine solch fantastische Höhe erreicht hatten). Vor allem die Grünfinken haben eine wundervolle Zeit wie sie auf ihnen herumzanken und dies ist für uns äusserst unterhaltsam. Manchmal gesellen sich Tannenmeisen zu ihnen und gelegentlich schaut auch ein Rotkehlchen vorbei, aber es sind die Grünfinken, die die Aufgabe die Köpfe der Sonnenblumen in leere Schalen zu reduzieren fast erledigt haben.

Life in Góis Life in Góis Life in Góis

Als ich eine ältere Frau antraf, die am Freitag von unserem Dorf hinunterging und einen riesigen Strauss von gelben Chrysanthemen trug, kam mir eine Erinnerung an etwas, das ich über Allerheiligen gelesen hatte. Jeder kennt Helloween und einige wissen auch vom keltischen Fest von Samhain zu dieser Jahreszeit und ich habe auch etwas vom mexikanischen 'Tag der Toten' gehört, der voraussichtlich von Spanien importiert wurde. Aber ich hatte bis anhin nicht realisiert, dass hier in Portugal der erste November auch gefeiert wird, indem Familien die Friedhöfe besuchen und sich um die Gräber ihrer Verwandten kümmern, diese waschen und säubern und mit frischen Blumen bedecken, grösstenteils mit gelben und weissen Chrysanthemen (eine heilige Blume mit Ursprung im Orient). Wir gingen hinunter zum Friedhof der Igreja Matriz in Góis wo ein emsiges Treiben herrschte. Die Athmosphäre war beinahe festlich und Familien arbeiteten gemeinsam daran ihre Gräber zu schmücken und die Wirkung all dieser Blumen hatte mit Sicherheit einen positiven Effekt auf das, was ich normalerweise als einen ziemlich entmutigenden Ort empfinde. Am wahrscheinlich interessantesten zu Betrachten war, dass an vielen der 'Jazigos' (Familiengruften) die Türen offen standen, mit Blumen oder Kerzen im Eingang. In Grossbritannien haben wir diesen Brauch, etwas Zeit mit dem Tod zu verbringen, falls wir je einen hatten, verloren. Ich war beeindruckt und freudig überrascht was für eine lebensbejahende Aktivität dies hier zu scheinen scheint.

Life in Góis Life in Góis Life in Góis
Life in Góis Life in Góis Life in Góis

Nach unserem Besuch auf dem Friedhof gingen wir weiter zur ‘Feira do Mel e da Castanha’ (Honig -  und Kastanienmarkt), die alljährlich in Góis abgehalten wird wie in vielen anderen Orten von Zentralportugal auch wo die Kastanienbäume ein so wichtiger Bestandteil des Lebens waren. Wie der Name vermuten lässt, ist dieser Markt eine Ausstellung der örtlichen Produkte, sowohl Lebensmittel als auch Kunsthandwerk und eine ausgezeichnete Gelegenheit den neuen Wein zu probieren, sowie auch mit 'Jeropiga' und 'Ginja' anzustossen! Ich liebe die Athmosphäre auf diesem Markt wo die Leute zusammenkommen um gemeinsam das letzte grosse Treffen an der frischen Luft zu geniessen bevor der Winter Einzug hält. Am späten Nachmittag, nach dem Auftritt der Folkloretanzgruppe, liegt, als die Sonne untergeht, definitiv Kälte in der Luft und die Piniennadeln werden auf dem Boden ausgelegt und für den 'Magusto' angezündet. Dies ist das traditionelle Kastanienrösten und wenn die Kastanien dann fertig sind, drängt sich jeder ans Feuer um seinen Teil einzusammeln, die heissen Kastanien jonglierend um nicht die Finger zu verbrennen. Der Brauch danach ist es Ihren Nachbarn mit Ihren russgeschwärzten Händen einzuschmieren – wahrscheinlich wird angenommen, dass dies Glück bringen soll, so wie das Küssen eines Schornsteinfegers – in jedem Fall aber macht es Spass!

Life in Góis Life in Góis Life in Góis
Life in Góis Life in Góis Life in Góis

 

  
     
   


 
 
Das Portal zur Geschichte der Region GóisSommerfesteDie Petroglyphen der Pedra LetreiraDie ersten Zeichen des FrühlingsDie Geschichte des Olivenbaumanbaus und der OlivenölgewinnungDie Steine von Mestras
Das mittelalterliche Städtchen GóisMagustos HerbstfesteSommerschwimmplätzeKartenGoldschürfen im Ceira TalDie Flora und Fauna der Region
Der Weg nach Santiago de CompostelaEin Spaziergang im WaldReiten in der Region GóisDer OrangenbaumForellenfischen im kristallklaren WasserDie Geschichte der Weinrebe
Die Legende von CandosaGóis, damals und heuteDie Geschichte der GletscherKunst made in Góis
 
 


 
   
  Updated 5 November, 2009
 
webmaster